André Schulze NEUE BILDER in der Schössergasse

20.04. bis 21.05.16


André Schulzes aktuelle Bilder überzeugen durch die gelungene Verbindung von präziser Malerei und der Lust an feinsinnigen Bildmotiven. In der Nahsicht offenbaren sich humorvolle Details, die in ihrem Zusammenwirken neue, interessante Geschichten erzählen.
Der Künstler verzichtet auf die Gestaltung der Hintergründe und verleiht so dem Darstellungsgegenstand zusätzlich einen nahezu emblematischen Charakter – architektonische Artefakte aus dem vergangenen Jahrhundert schweben wie urbane Solitäre vor monochromen Flächen und vermögen exemplarisch die Veränderung unserer Stadtlandschaften und alltäglichen Umgebung ins Bewusstsein zu rufen.

Zur Vernissage am Mittwoch, 20. April 2016 um 19 Uhr laden wir Sie herzlich ein.
Die Einführung spricht Johannes Schmidt, Kustos für Malerei in der Städtischen Galerie Dresden. André Schulze ist anwesend.

Igor Oleinikov - Scout und Philosoph

03.02. bis 18.03.16


Galerie Döbele GmbH, Ausstellung 01067 Dresden, Schössergasse 29

Igor Oleinikovs Bilderzählungen lassen unterschiedliche Haltungsinterpretationen zu. Sind seine Protagonisten Beobachter, Helden, Außenseiter oder das Alter Ego? Die sie umgebende Landschaft fungiert dazu als inszeniertes Psychogramm und Bühne. Igor Oleinikov hat seine Scharffur- und Strichtechnik in Verbindung mit Ölfarbe immer mehr verfeinert. Durch die Komposition und die Art und Weise des Farbauftrags choreographiert er gewissermaßen die Dramaturgie des Bildgeschehens.
Das eigentliche Faszinosum, das von diesen Bildern ausgeht, entspringt ihrem Wagnis, sich den dunklen Kehrseiten des Schönen dort zu nähern, wo aus dem Chaotischen die inspirierende Meditation über etwas Neues hervorgeht. Im Doppelspiel von Malerei und Zeichnung zeigt sich die paradoxe Themenspannung in besonderer Weise.

Die Eröffnung ist am Mittwoch, 3. Februar 2016 um 19:00 Uhr. Sie sind herzlich dazu eingeladen.
Der Künstler ist anwesend. Zur Einführung spricht Johann Döbele.

Der barocke Hassebrauk

03.12.15 bis 29.01.16


AUSSTELLUNG VERLÄNGERT BIS ZUM 29.01.2016.

Die Galerie Döbele setzt sich seit 1979 für Dresdner Künstler ein. Zur gleichen Zeit konnte eine Verbindung zum Nachlass des fünf Jahre zuvor verstorbenen Malers Ernst Hassebrauk geknüpft werden. Nach anfänglich großen Widerständen seitens der DDR-Administration wurden Ausstellungen im ehemaligen Ravensburger Stammhaus der Galerie, auf den Kunstmessen in Basel und Köln, bei öffentlichen und privaten Galerien in Albstadt, Bremen, Frankfurt/M, Stuttgart und an anderen Orten organisiert und mit großem Erfolg durchgeführt. Dieser Erfolg zog weitere bedeutende Dresdner Künstler nach. Fritz Löffler als Mentor der Dresdner Mal- und Zeichenkunst unterstützte beratend und anfeuernd alle Aktivitäten.

Die neue Ausstellung bei Döbele in Dresden ist mit rund 40 Werken speziell dem „barocken Hassebrauk“ gewidmet.

In der 1981 von Hedwig Döbele im Belser-Verlag Stuttgart/Zürich herausgegebenen und vom Biographen des Künstlers, Dieter Hoffmann, verfassten Künstlermonographie wurde bereits ein umfassendes Kapitel Hassebrauks Nähe zur Kunst der Barockzeit gewidmet. Hierauf baut die aktuelle Ausstellung auf, die mit schönen Frauen und schönen Dingen die Maxime des französischen Künstlers Eugène Delacroix aufgreift: Die Malerei hat ein Fest für das Auge zu sein.


Dottore zum 80. Geburtstag - Folge 1 - Der Künstler

05. bis 30.10.15


Die erste Folge unserer Ausstellung "Dottore zum 80. Geburtstag" widmet sich dem künstlerischen Schaffen Dottores.

Der Erlös aus den Verkäufen der Werke von "Dottore" erhält die Deutsche Stiftung Denkmalschsutz.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Montag, den 5. Oktober 2015 um 19 Uhr laden wir Sie herzlich ein.
Es spricht Dr. Hans Ulrich Lehmann.

Igor Oleinikov: Farbe beißt Graphit oder Wanderzeit

19.09. bis 06.12.15


Ausstellung im Museum Bad Arolsen - Residenzschloss

Dokumentiert wird die Ausstellung im begleitenden Katalog, herausgegeben vom Museum unter ISBN 978-3-930930-34-X.

IGOR OLEINIKOV ist ein deutscher Künstler mit russischen Wurzeln. Er wird 1968 in Krasnodar geboren, 1.200 km südlich von Moskau, auf dem 45. Breitengrad gelegen, im Süden des Kaukasus, zwischen Schwarzem Meer und Kaspischem Meer. Er besucht dort die Kunstfachhochschule, arbeitet nach seinem Diplom einige Jahre als Agitprop-Maler, geht dann in der Umbruchzeit am Anfang der 90er Jahre nach Moskau und hat
dort als freier Künstler Erfolg.
Die Beziehungen seiner Heimatstadt Krasnodar mit der Stadt Karlsruhe führen ihn nach der Mitte der 90er Jahre nach Karlsruhe an die Kunstakademie. Er studiert dort bis 1999 unter Prof. Meuser, wechselt dann an die Kunstakademie in Düsseldorf in die Klasse von Jörg Immendorff und schließlich zu Markus Lüpertz, der ihn 2004 zum Meisterschüler ernennt. Seit 2007 lebt und arbeitet Igor Oleinikov in Berlin.
Die Titel der Ausstellung "Farbe beißt Graphit" ist einer Konzeptstudie des Künstlers entnommen und beschreibt nicht nur pointiert die Verwendung seiner Materialien, sondern umreißt auch sein künstlerisches Konzept.
Die Ausstellung in den historischen Räumen des Arolser Residenzschlosses zeigt Einblicke in das künstlerische Werk Igor Oleinikovs seit 2005 und die neusten Arbeiten der Jahre 2013 bis 2015.

Jochen Schneider. Arbeiten auf Papier

30.07. bis 04.09.15


1976 im tiefsten Süden Deutschlands geboren, ging Jochen Schneider seinen Weg der künstlerischen Ausbildung über Burg Giebichenstein in Halle/Saale an die Hochschule für Künste Bremen, wo er Meisterschüler bei Paco Knöller war; Stipendien auf Island und in Finnland führten ihn wenig später in die nördlichsten Länder Europas.
Die ästhetische Erfahrung eines lebensweltlichen Minimalismus – beispielsweise in Vegetation, Temperament, Design – findet zunehmend Resonanz in Schneiders Werken, deren Ausgangspunkt stets das reale Erlebnis ist. Die entstehenden Zeichnungen sind weder Illustration noch Narration. Vielmehr formen Linien und Flächen in Graphit geometrische und organische Strukturen, die buchstäblich an etwas erinnern. Es sind persönliche Erinnerungen des Künstlers, wie an das Muster eines gewissen Vorhangs aus Kindertagen oder das Schmetterlingshaus der Insel Mainau, deren Verbildlichungen durch Reduktion überindividuelle Bedeutsamkeit erlangen, wobei der gewählte Abstraktionsgrad keine bloßen rationalen Zeichen hervorbringt, sondern Spielraum für sinnliche Vorstellungen lässt.

Zur Vernissage am Mittwoch, den 29. Juli 2015 um 19 Uhr laden wir Sie herzlich ein.

Galerie Döbele
Schössergasse 29
01067 Dresden

Claus Weidensdorfer. Urbane Fiktionen. Arbeiten auf Papier in der Schössergasse

11.06. bis 24.07.15


Zur Vernissage in der Schössergasse 29 am Mittwoch, 10. Juni 2015 um 19 Uhr laden wir Sie herzlich ein.

Ralf Kerbach. Ausblick und Innensicht

16.04. bis 29.05.15


Innen und Außen vereinigen sich, wenn Ralf Kerbach immer vom nahezu gleichen Standpunkt aus den vom Atelierfenster auf dem Brühl freigegebenen, und somit eng begrenzten Ausschnitt des Neustädter Elbufers festhält. Ein weiterer relativ statischer Ausgangspunkt mit jedoch nun geweitetem Blick auf die Augustusbrücke dient ebenfalls dem dynamisch-malerischen Durchexerzieren variierender Stimmungen.
Seine Köpfe vermitteln weniger ein porträthaftes Außen, sie zeugen vielmehr von inneren Zuständen und in der Zuordnung erlangen auch scheinbar banale Objekte den Rang von über sich hinaus weisenden Bedeutungsträgern für innere Auseinandersetzungen.

ART COLOGNE 2015 - DÖBELE KUNST HALLE 11.1 STAND B004

16. bis 19.04.15


Die gemeinsame Präsentation von Werken Ackermanns und Glöckners eröffnet neue und spannende Facetten im Blick auf deren Werke. Im Zusammenspiel werden Auge und Geist sensibilisiert für die lyrischen Qualitäten in den Schöpfungen der beiden Klassiker.

Die auf der ART-COLOGNE ausgestellten Werke von Max Ackermann werden von der Galerie Dr. Markus Döbele bereitgestellt. www.galerie-markus-doebele.de
Die auf der ART-COLOGNE ausgestellten Werke von Hermann Glöckner werden von der Galerie Döbele GmbH Mannheim-Dresden bereitgestellt; hier klick auf roten Button oder Überschrift. www.galerie-doebele.de

Die beiden Künstler "Max Ackermann" (geboren 1887 in Berlin und im thüringischen Ilmenau aufgewachsen) und "Hermann Glöckner" (geboren 1889 in Cotta bei Dresden) gehören derselben Generation an. Ihre Biographien haben keine nennenswerten Berührungspunkte. Vielleicht sind sich die beiden im Jahr 1909 zufällig in Dresden begegnet, als Ackermann ein Jahr lang Schüler an der dortigen Kunstakademie war, doch wahrscheinlich ist es nicht. Die Lebenswege entwickelten sich jeweils in andere Richtungen. Ackermann fand in Stuttgart seinen Lebensmittelpunkt, Glöckner in Dresden. Im geteilten Deutschland lebten beide, rein geografisch, auf der anderen Seite der Mauer. Ihr Werk zeigt dagegen eine sehr große künstlerische Nähe. Beide fanden zu einer gegenstandsfreien Kunst, deren Aussage sich rein aus den Gestaltungsmitteln entwickelt hat. Beide gingen in ihren Werken der Frage nach, wie weit sich der Umgang mit den Mitteln ins Einfache und Schlichte verdichten lässt. Die Suche nach Lösungen begann für beide in jedem Werk neu. Doch ging jeder, völlig unabhängig vom anderen, seinen eigenen Weg.

Der Eindruck des Schlichten und Einfachen in Ackermanns Schaffen wurde in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts überlagert von der Heiterkeit seiner Formkompostionen. Die neue entdeckte Werkgruppe der Strukturbilder zeigt, dass im Kern Ackermanns künstlerisches Streben nicht dem Transponieren irgendwelcher Gemütszustände galt, sondern den Möglichkeiten und Grenzen, die ihm die Gestaltungsmittel boten. Seine wahre Meisterschaft zeigte sich in der Verbindung von lyrischer Komplexität und Einfachheit, was 2013 die Ausstellung "Max Ackermann (1887-1975) - Strukturbilder" in der Kunsthalle Schweinfurt vor Augen führte. Im Klang mit den Werken Glöckners wird der Betrachter auf besondere Weise sensibilisiert, Ackermanns Schaffen neu zu sehen.

Umgekehrt belebt dieses Zusammenspiel die Wahrnehmung der Werke Glöckners. Aus einfachen Materialien entwickelte er schlichte Tafeln und Objekte. Das Konstruktive und Geometrische in vielen Arbeiten ließ ihn als eine Vorläufer und Vertreter konkreter Kunst erscheinen. Doch dies trifft nur auf einen Teil seines Oeuvres zu. Darin spielt die Geometrie eine genauso große Rolle wie der Zufall, mit einer Tendenz zur lyrischen Wirkung. Die Vielseitigkeit und Breite seines Schaffens wird in den auf Zeitungen gemalten Gouachen deutlich, wobei die Schlichtheit des Bildträgers eine Konzentration auf die wesentlichen malerischen Qualitäten fördert.

Das Projekt Döbele Kunst basiert auf einem Zusammenschluss der Galerie Döbele GmbH mit Standorten in Mannheim und Dresden sowie der Galerie Dr. Markus Döbele bei Würzburg. In dieser Konstellation arbeiten zwei Generationen der Familie Döbele zusammen und pflegen sowohl die klassische Moderne, als auch die zeitgenössische Kunst aus dem jeweiligen Bestand. Die gemeinsame Galeriearbeit pflegt unterschiedliche künstlerische Positionen auf dem Fundament einer verbindenden Tradition.

ULRICH LINDNER. Der Tod und die Stadt. Fotografik zum 13. Februar 1945

04.02. bis 10.04.15


Ulrich Lindner schuf 1984 den sechsteiligen Zyklus „Der Tod und die Stadt“ im Gedenken an Leid und Zerstörung im Zuge der Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945, die er als Kind miterlebt hatte. Auch die weiteren ausgestellten Arbeiten sind einerseits Darstellungen architektonischer Erinnerungen an dieses Ereignis und darüber hinaus Zeugnisse des damals politisch motivierten Kalküls zum endgültigen Verfall dieser ehemals prächtigen Bauten, von denen einige, wie das Taschenbergpalais, durch spätere Rekonstruktion diesem Schicksal letztendlich entgingen. Andererseits entwickeln zur Ruine versehrte und damit ihrer Funktionalität beraubte Gebäude eine individuelle objekthafte Präsenz und verselbständigen sich zu tradierten Metaphern der Vergänglichkeit.
Ein über Jahrzehnte gewachsenes privates Archiv von Fotografien bildet die Grundlage für die Werke, die in einem aufwendigen manuellen Montageverfahren entstehen und so oftmals eine surreale Anmutung erlangen. Neben inhaltlichen Aspekten, die die Wiedergabe des persönlichen Erlebens der Ruinenansichten intensivieren, spielt die ausdruckssteigernde und dennoch sensible Lichtdramaturgie eine entscheidende Rolle bei der Komposition der Fotografiken.

Galerie Döbele
Schössergasse 29
01067 Dresden

ELBGEZEITEN - Abschied von der Pohlandstraße

23.01. bis 08.02.15


E L B G E Z E I T E N
Liebe Freunde der Galerie,

dass Qualität und Nachhaltigkeit nicht aus traditionsverhafteter Starre, sondern vielmehr aus einem neugierigen, nicht immer sanften Wechsel und Wandel erwachsen, hat die Kunstentwicklung oft gezeigt. Sich dem Wandel und den Zeichen der Zeit zu verschließen, würde Stillstand bedeuten.

In diesem Sinne verabschiedet sich die Galerie Döbele aus ihrem bisherigen Hauptsitz in Dresden-Striesen, Pohlandstr. 19 und verlegt diesen ab 1. März 2015 in die Räume der bisherigen Dresdner Dependance, Schössergasse 29.

Die Galerieräume in der Pohlandstraße 19 sind bis 08. Februar 2015 geöffnet und laden mit einer Überblicksausstellung zur Dresdner Kunst unter der den Übergang andeutenden Metapher „Elbgezeiten“ zum Besuch und Gespräch ein.

In der Schössergasse 29 wird das neue Galeriejahr am 04. Februar 2015 mit fotografischen Arbeiten von Ulrich Lindner eröffnet und mit Künstlern aus dem Dresdner Galerieprogramm werden die Ausstellungen fortgesetzt.

Helmut Schmidt-Kirstein.

12.11.14 bis 17.01.15


Helmut Schmidt-Kirstein. Späte Aquarelle. Landschaften und Liegende Sträuße.
Bis 24. Januar 2015 in der Schössergasse.

Als Helmut Schmidt-Kirstein (1909–1985) seine späten Aquarelle malte, hatte er einen längeren künstlerischen Weg beschritten. Zunächst sich in der Tradition der Dresdner Malerei nach Gotthard Kuehl ausprobierend, findet er nach dem Krieg – stark beeinflusst von seinen sensuellen Eindrücken in Italien – in bemerkenswerter Konsequenz zu einer eigenen Bildsprache; gerade in Lithographien gelangt er dann vom motivisch gebauten Bild zur Abstraktion.
Wie Hermann Glöckner und Hans Christoph ist er einer der wenigen Vertreter des ostdeutschen Informel und das so verinnerlichte Ausloten der Beziehungen zwischen Linie und Fläche von ausgeglichenem Zusammenspiel bis gegenseitiger Loslösung bleibt weiterhin charakteristisch, als er sich ab Ende der 1960er Jahre behutsam wieder dem Gegenstand annähert.
Die späten Aquarelle preisen von neuem eine träumerisch sinnliche Weiblichkeit und behandeln das Stillleben als Zeugnis eines asketischen Alltags; hervorzuheben sind die Bilder liegender Blumensträuße, in denen ein nahezu enthemmtes Fließen der Farben metaphorisch in der Auflösung allen Lebens die unaufhaltsame Vergänglichkeit vorwegnimmt.
Auch widmet sich Schmidt-Kirstein der Landschaft – er zeigt nicht die große Landschaft, sondern Darstellungen seiner nächsten Umgebung, oftmals vom Garten bei Bischofswerda aus: bescheiden im Sujet, anspruchsvoll in der Wiedergabe. Ausgehend vom Erlebnis, offenbart sich hier eine feine Empfindsamkeit für unterschiedliche Stimmungen, die nicht nur in der Natur, sondern auch im Künstler selbst ihren Ursprung haben.

Bitte beachten Sie, dass unsere beiden Standorte – in der Schössergasse 29 sowie in der Pohlandstraße 19 – vom 22. Dezember 2014 bis 4. Januar 2015 geschlossen sind.

Helmut Schmidt-Kirstein. Späte Aquarelle. Landschaften und Liegende Sträuße.
Bis 24. Januar 2015 in der Schössergasse
Galerie Döbele Dependance, Schössergasse 29, 01067 Dresden. Tel. 0351 49776311 / fh@galerie-doebele.de / www.galerie-doebele.de.
Öffentliche Besuchszeiten: Mi bis Sa 12:00-18:00 Uhr und nach Vereinbarung.

Wilhelm Rudolph . Widerspruch und Widerstreit

11.10. bis 20.12.14


Wilhelm Rudolph. Widerspruch und Widerstreit.
Malerei, Aquarelle, Holzschnitte vor und nach 1945. 11. Oktober bis 20. Dezember 2014
Ausstellung in der Galerie Döbele in Dresden

Zeit seines Lebens ein Einzelgänger, besetzte Wilhelm Rudolph eine herausragende Position in der Graphik seiner Generation. Für Fritz Löffler und Erhard Frommhold war Rudolph einer der bedeutendsten Holzschneider des 20. Jahrhunderts. Ihre Äußerungen liegen eine Generation zurück und es ist an der Zeit, die Kunst Wilhelm Rudolphs mit Aufmerksamkeit in Erinnerung zu rufen, um ihr neue, heutige Sichtweisen zu öffnen.

Rudolphs Ausnahmetalent zeigt sich in vielerlei Hinsicht: Da sind die beiden Zyklen mit der Darstellung architektonischer wie menschlicher Trümmer als Folge des Zweiten Weltkrieges. Weiter verstand er, das spezifische Wesen eines Tieres zu erfassen. In seinen Landschaften steht die Übertragung atmosphärischer und mentaler Stimmungen im Vordergrund und im Porträt offenbart sich eine tiefe Achtung vor der Würde des Menschen.

Vom 11. Oktober 2014 bis 11. Januar 2015 zeigt zunächst die Städtische Galerie Dresden und anschließend bis April 2015 das Städtische Museum Spendhaus Reutlingen die gemeinsam entwickelte Ausstellung „Wilhelm Rudolph. Das Phantastischste ist die Wirklichkeit“.

Die Galerie Döbele wird in ihren Räumen in Dresden, Pohlandstraße 19 vom 11. Oktober bis 20. Dezember 2014 unter dem Titel „Wilhelm Rudolph. Widerspruch und Widerstreit“ – Malerei, Aquarelle und Holzschnitte vor und nach 1945 ausstellen und zum Verkauf anbieten.

Wilhelm Rudolph. Widerspruch und Widerstreit. Malerei, Aquarelle, Holzschnitte vor und nach 1945 - 11.10. - 20.12.2014.
Galerie Döbele, Pohlandstraße 19, 01309 Dresden Tel. 0351 318290
info@galerie-doebele.de www.galerie-doebele.de
Öffentliche Besuchszeiten: Mittwoch bis Samstag 12:00 - 18:00 Uhr und nach Vereinbarung.

Gerhard Altenbourg

03.09. bis 18.10.14


"Juchhe, gegrüßt sei uns die Gottlobine!" - Werke Gerhard Altenbourgs in der Schössergasse, 3. September bis 18. Oktober 2014

Die ausgestellten Arbeiten – eine Zeichnung mit Aquarell aus dem Jahr 1966 sowie Radierungen aus dem Spätwerk – widerspiegeln Altenbourgs Surrealismus, der wahrhaftig geprägt ist von der Überwindung vom Abbildungswollen eines realen Eindrucks. So entstehen aus den sanften Hügeln rund um Altenburg durch persönlich spezifische Aneignung Landschaften, die vor allem „Projektionen des Inneren sind“ (Bernhard Maaz im Katalog zur Ausstellung Terra Altenbourg im Kupferstich-Kabinett Dresden). Gleichwohl wird der Mensch in seiner Darstellung als Figurine nicht herabgewürdigt, sondern im Zeichen vielmehr erhöht.
Mit einem bemerkenswerten Repertoire der Linie schuf Gerhard Altenbourg gezeichnete Poesie, die uns mit ihrer Mehrdeutigkeit wohltuend anregend herausfordert.
Beigeordnet sind Fotografien Ulrich Lindners aus der Mappe „Dies Haus als Aufgabe“. In diesem 1991 entstandenen Zyklus offenbart sich Lindners ganz eigener und sensibler Blick auf Atelier und Interieur des Hauses Gerhard Altenbourg, der es zum Gesamtkunstwerk ausgestaltet hatte, was für ihn die Verwirklichung seiner selbst bedeutete.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

"Juchhe, gegrüßt sei uns die Gottlobine!" - Werke Gerhard Altenbourgs in der Schössergasse. 20.08. – 11.10.2014
Galerie Döbele Dependance, Schössergasse 29, 01067 Dresden. Tel. 0351 49776311 / info@galerie-doebele.de / www.galerie-doebele.de
Öffentliche Besuchszeiten: Mi bis Sa 12:00-18:00 Uhr und nach Vereinbarung.

Dieter Hoffmann und seine Künstlerfreunde - Zum 80. Geburtstag des Dichters

02.08. bis 20.09.14


Ausstellung vom 02. August bis 20. September 2014 (= VERLÄNGERT!!!) in der Galerie Döbele in Dresden

Die Ausstellung wird am Samstag, den 2. August 2014, dem Geburtstag des Jubilars, um 14:00 Uhr eröffnet. Dieter Hoffmann wird anwesend sein.

Die Ausstellung zeigt Werke von Künstlerfreunden des Dichters: Horst Antes - Max Ackermann - Eugen Batz - Jürgen Brodwolf - Klaus Drechsler - Hubertus Giebe - Ernst Hassebrauk - Josef Hegenbarth - Veit Hofmann - Hans Jüchser - Ulrich Lindner - Reihard Minkewitz - Stefan Plenkers - Josua Reichert - Helmut Schmidt-Kirstein - Heinrich Steiner - Volker Stelzmann - Christiane Stohmann - Albert Wigand - Werner Wittig - u.a.m.

Des weiteren liegen Mappenwerke mit Original-Graphiken, Künstlerbücher und Literatur mit Texten von Dieter Hoffmann aus.

Wir laden Sie herzlich ein, an dieser Kunstbegegnung teilzunehmen.

Herta Günther - Zum 80. Geburtstag

11.05. bis 05.07.14


Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 11. Mai 2014 um 11:00 Uhr im Beisein der Künstlerin eröffnet. Es spricht Friedrich-Wilhelm Junge.
Wir laden Sie und Ihre Freunde sehr herzlich ein, an diesem schönen Ereignis teilzunehmen.

Herta Günther und die ganz eigene Handschrift ihrer Kunst erfreuen sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit. Weder politische und gesellschaftliche Umbrüche, noch die Generationenfolge erschöpften diese Verehrung, ja Faszination. Sie ist und bleibt Kult und Mythos zugleich.

Zur Ausstellung erscheint ein neuer Katalog mit 42 Farbtafeln und einem Textbeitrag von Dr. Hans-Ulrich Lehmann.
Der Katalog kostet € 10,00 ab Galerie.

Herta Günther zum 80. Geburtstag. 11. Mai bis 5. Juli 2014.
Galerie Döbele, Pohlandstraße 19, 01309 Dresden
Tel. 0351 318290 / info@galerie-doebele.de / www.galerie-doebele.de
Öffentliche Besuchszeiten: Mi bis Sa 12:00-18:00 Uhr und nach Vereinbarung.

Die Dresdner Kunstakademie nach 1945 - Pfade der Tradition & Wege in die Zukunft

24.04. bis 15.06.14


Vom 24. April bis zum 15. Juni 2014 zeigt die Galerie Döbele in ihrer Dependance in der Schössergasse Werke von mehreren Künstlern, die seit 1945 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden gelehrt und mit dazu beigetragen haben, trotz kulturpolitischer Bevormundung und ästhetischer Restriktion das künstlerische Ansehen der Institution weit über die Landesgrenzen hinweg zu bewahren.
Anhand einzelner Arbeiten wird die Entwicklung über diesen Zeitraum punktuell nachvollzogen: Ausgangspunkt ist die qualitativ ununterbrochene Fortführung der hochschuleigenen starken Traditionslinie der Zeichnung über prägende, jedoch zur persönlichen Entfaltung ermutigende Lehrer-Schüler-Verhältnisse wie von Hans Theo Richter und Max Schwimmer über Gerhard Kettner hin zu Max Uhlig als Repräsentant der gelungenen Synthese von geachteter Tradition und individuell charakteristischem Ausdruckswillen. Weit vorgeahnt im Spätwerk Herbert Kunzes, der von seinen Studenten wegen seiner beharrlichen Impulse zum Experimentieren mit neuen Formensprachen geschätzt wurde, trat ab den 1980er Jahren eine schrittweise Emanzipierung von kulturpolitischen Dogmen im Bereich der Malerei hinzu, ohne das handwerkliche Erbe aufzugeben. Siegfried Klotz und Ursula Rzodeczko wagten eine zeitgemäße Wiederbelebung ästhetischer Grundsätze der Dresdner Malerei des frühen 20. Jahrhunderts. Hubertus Giebe und Johannes Heisig, der 1989 einer der jüngsten Rektoren in der Geschichte der Hochschule werden sollte, stellten sich dem Spagat zwischen studentischem Drang nach enthemmter Liberalisierung künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten und der Bewahrung der Tradition vor der völligen Preisgabe. Die 1990er Jahre standen im Zeichen dynamischer Orientierungsprozesse zwischen diesen bewussten Polen – Claus Weidensdorfer und Horst Hirsig lehrten in diesen Jahren sowie Ralf Kerbach, der bis heute als Professor für Malerei und Grafik tätig ist.
Als persönliches Anliegen der Galerie Döbele, diese Künstlerpersönlichkeiten zu würdigen, versteht sich unsere Ausstellung als individuelle Erweiterung der Jubiläumsschau zum 250-jährigen Bestehen der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Die Dresdner Kunstakademie nach 1945 - Pfade der Tradition & Wege in die Zukunft, 24.04.-15.06.2014.
Öffentliche Besuchszeiten: Mittwoch bis Samstag 12:00-18:00 Uhr.
Galerie Döbele Dependance, Schössergasse 29, 01067 Dresden
Tel. 0351 49776311 / info@galerie-doebele.de / www.galerie-doebele.de

Graphikmarkt am Freitag, 14. + Samstag, 15.02.2014 bei Galerie Döbele in der Pohlandstraße 19

14. bis 15.02.14


Gut zehn Jahre mussten Dresdner Graphik-Liebhaber warten, nun endlich ist es wieder soweit: am 14. und 15. Februar 2014 findet der zweite Graphikmarkt in der Galerie Döbele Dresden statt. Unter dem Motto »Trouvaillen und Occasionen« können Sie Entdeckungen machen zu Schnäppchenpreisen. Nur an diesen beiden Tagen (jeweils 10:00 – 19:00 Uhr) gibt es 50% Preisnachlass auf graphische Arbeiten aus dem Galeriebestand. Auch Doubletten aus unserer Galeriebibliothek werden zu Sonderpreisen angeboten.

Wer diese beiden Tage verpasst hat, kann Verbliebenes noch um 25% günstiger erwerben bis zum 1. März 2014 während der regulären Besuchszeiten (Mi bis Sa 12:00-18:00 Uhr).

Friedrich Karl Gotsch - Die Dresdner Jahre

07.12.13 bis 08.02.14


Neue Ausstellung in der Galerie Döbele Dresden:
Friedrich Karl Gotsch – Die Dresdner Jahre.
07.12.2013 – 08.02.2014
Die Ausstellung wird am Samstag, dem 7. Dezember 2013 um 18:00 Uhr eröffnet.

Den Einführungsvortrag hält Dr. Konstanze Rudert, Leiterin des Forschungsprojektes zu Will Grohmann an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Kuratorin der Dresdner Ausstellung „Im Netzwerk der Moderne“ im Lipsiusbau (Sept. 2012 – Jan. 2013).

Wir würden uns sehr freuen, Sie an diesem Abend begrüßen zu dürfen.

Die Dresdner Jahre des Graphikers und Malers Friedrich Karl Gotsch (1900-1984) sind nicht nur mit seinem Lehrer Oskar Kokoschka (1886-1980) und dem Graphischen Kabinett von Hugo Erfurth (1874-1968) eng verknüpft, sondern auch mit dem Kunstkritiker Will Grohmann (1887-1968), der sein erster Interpret war. In seiner 1924 veröffentlichten Monographie äußerte er sich zu Gotsch und dessen bis dato entstandenen Werken: „Gotsch ist heute eine Hoffnung, seine bisherige Arbeit bereits mehr als ein Versprechen.“

Inwieweit die Dresdner Jahre Gotschs zu den fruchtbarsten gehörten (Christian Rathke, 1986) und inwieweit die ausgestellten Graphiken Gotschs aus dieser frühen Periode den Verheißungen Grohmanns aus unserer heutigen Sicht standhalten, wird man in der Ausstellung sehen können.

Wir zeigen Aquarelle, Holzschnitte, Radierungen, Lithographien und die Holzschnitt-Mappe „Hamsun“ aus der Zeit 1920-1923 sowie einige Ölbilder und Arbeiten auf Papier aus der späteren Werkperiode.

Die Städtischen Kunstsammlungen Jena zeigen zeitgleich ab 6. Dezember 2013 eine retrospektive Schau unter dem Titel „Friedrich Karl Gotsch. Die Abstraktion im Gegenständlichen. Werke 1917 – 1964“ mit begleitendem Katalog, welcher in unserer Galerie ausliegt und bei uns erworben werden kann.

Friedrich Karl Gotsch – Die Dresdner Jahre. 7. Dezember 2013 bis 8. Februar 2014.
Öffentliche Besuchszeiten: Mittwochs bis Samstags 12:00-18:00 Uhr.
Galerie Döbele, Pohlandstraße 19, 01309 Dresden
Tel. 0351 318290 / info@galerie-doebele.de / www.galerie-doebele.de

Hanspeter Münch - Meister der Farbe

18.10. bis 23.11.13


Hanspeter Münch. Meister der Farbe
18. Oktober bis 23. November 2013 in der Galerie Döbele

Vernissage: Freitag, 18. Oktober um 19:00 Uhr in Anwesenheit des Künstlers mit musikalischem Vortrag der Konzert-Cellistin Friederike Pasquay

Seit über drei Jahrzehnten realisiert Hanspeter Münch in seinen Malereien „Farbraumkörper“, die unterschiedlichste Assoziationen des Betrachters ermöglichen und geradezu auffordern, in die entstehenden Bildräume einzutauchen. In ungebändigter Passion erforscht er die vielgestaltigen Beziehungen zwischen Farbe, Licht und Raum.
Jenseits jedweden Abstraktions- und Abbildungswillens legt der Künstler in seinen Bildfindungen großen Wert auf die Komplexität des malerischen Ausdrucks – die sinnliche Erfahrbarkeit von Farbe mit ihrer Dynamik und differenzierten Stofflichkeit spielt eine zentrale Rolle.
Münch selbst bringt das Wesen der Farbe auf den Punkt: „Farbe dekoriert nicht, Farbe illustriert nicht, Farbe malt nicht aus. Farbe umgibt uns, sie gliedert Räume, differenziert Dinge in ihnen. Farbe ist unablösbar von ganzheitlicher Wahrnehmung. Farbe ist Energie, ist existentiell.“

Hanspeter Münch (*1940 in Potsdam) lebt in Ettlingen bei Karlsruhe und Ville San Sebastiano, Ligurien/IT. Nach seinem Studium an den Staatlichen Kunstakademien in Stuttgart und Hamburg verbrachte er Studien- und Arbeitsaufenthalte in London, Rom und Florenz. Seit 1982 bekleidet er eine Professur für Malerei an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Seine Arbeiten sind u.a. in der renommierten Sammlung Würth vertreten.
Die Galerie verbindet mit dem Künstler eine jahrelange Freundschaft seit der ersten Zusammenarbeit 1981 mit Einzelausstellung sowie anschließenden Solo-Präsentationen auf der art Basel und der Art Cologne.

Die Ausstellung in der Galerie Döbele zeigt neun großformatige Bilder auf Leinwand aus der Zeit ab 1993 sowie 10 Aquarelle.

Zwei Monografien und wichtige Ausstellungskataloge liegen aus und können erworben werden.

Galerie Döbele, Pohlandstraße 19, 01309 Dresden
Tel. 0351-318290 info@galerie-doebele.de
Öffentliche Besuchszeiten: Mittwoch - Samstag 12 - 18 Uhr

Döbele Contemporary Schössergasse 29: Arbeit = Kraft x Weg, Tanja Pohls Kunst zwischen Technik, Natur und Individuum

28.09. bis 02.11.13


Arbeiten von Tanja Pohl sind immer auch Landschaft, selbst dann, wenn sie anderes artikulieren, Köpfe und Körper, Maschinen und Gerät etwa. Doch geht sie nicht von herkömmlicher Landschaft aus. Ihre Basis ist das Agieren menschlicher Arbeit in Gebautem, kollektiv und von Generationen erbracht, in Gebrauch oder aufgegeben, vor längerem schon, jetzt oder demnächst.
In diesem gedehnten Moment des Dazwischen – Bau, Nutzung und Zerfall - fasst die Künstlerin die Körper und Strukturen der Arbeit und transformiert sie in einem längeren Prozess in das Andere des Bildes.
Dieses Andere heißt dann „Probe“, „Absetzer (Mosquito)“, „Lobgesang auf die Ewigkeit Jesu in E-Dur“ oder „Letzter Bahnhof“ und ist sichtbar gemachte Erfahrung, erhellender Umgang mit Unbekanntem und wieder Arbeit.
Stets agiert auch etwas Überpersönliches in den Bildern, ein Müssen, das im Bild und mit dem Bild zu wachsen scheint, ein selbsttätiges Leben der Elemente, von Strich und Farbe in Aktion und Reaktion. In den Titeln ist daher weniger ein Benennen als eine erste Interpretation des Gewordenen zu lesen.
Tanja Pohl ist Jahrgang 1985 und lebt in Greiz. Sie hat an der Dresdner HfBK studiert und war Meisterschülerin bei den Professoren Elke Hopfe und Christian Macketanz.

Unter dem Titel: „Arbeit = Kraft x Weg, Tanja Pohls Kunst zwischen Technik, Natur und Individuum“, zeigt Döbele Contemporary vom 28.09. bis zum 02.11.2013 Werke der jungen Künstlerin: Tiefdruckkombinationen (Unikate), Malerei und erstmalig auch Objekte.

Döbele Contemporary Schössergasse 29 mit Schaulager Schössergasse 27, 01067 Dresden, 0174-1663050, 0351-49776311 jd@galerie-doebele.de www.galerie-doebele.de
Mittwoch – Samstag 12 – 18 Uhr
Die Ausstellungsliste mit Abbildungen ist abrufbar (pdf per e-mail oder Liste per Post).
Zur Vernissage sprach Gregor Kunz eine umfassende Einführung; dieser Text ist ebenfalls abrufbar (pdf per e-mail oder Ausdruck per Post).

Galerie Döbele Pohlandstr. 19: Neu gezeigt - neu gesehen

14.09. bis 12.10.13


Neu gezeigt ----------------- neu gesehen
Ausstellung vom 14. September bis 12. Oktober 2013 bei Döbele Dresden, Pohlandstraße 19 Eröffnung am Samstag, 14. September 2013 von 11 - 18 Uhr
Wir zeigen Werke nachfolgender Künstlerinnen und Künstler aus dem Galeriebestand sowie Neuerwerbungen:
Max Ackermann, Eugen Batz, Carlfriedrich Claus, Hermann Glöckner, Herta Günther, Kurt Günther, Gussy Hippold-Ahnert, Edmund Kesting, Siegfried Klotz, Jan Kubicek, Paula Lauenstein, Wilhelm Müller, Otto Niemeyer-Holstein, Curt Querner, Ursula Rzodeczko, Wilhelm Rudolph, W.A. Scheffler, Jürgen Schön, Max Uhlig, Albert Wigand, Willy Wolff
Wir laden Sie herzlich ein zum Wiederentdecken, Neuentdecken und freuen uns auf ihren Besuch.

Döbele Contemporary Schössergasse 29 - Sommerausstellung

11.07. bis 14.09.13


Blickpunkt: Lutz Bleidorn - Tanja Pohl - André Schulze
Sommerausstellung bei Döbele Contemporary, Schössergasse 29, 01067 Dresden
Geöffnet Mittwoch - Samstag von 12 - 18 Uhr



Galerie Döbele Pohlandstr. 19: Lutz Bleidorn – Martin Conrad – Jaakov Blumas

27.06. bis 31.08.13


Vom 27.06. bis 31.08.2013 zeigt die Dresdner Galerie Döbele, in der Pohlandstraße 19, die geometrische Grundannahmen in fast unmögliche Bildräume und Bildobjekte erweiternde Malerei des Hamburgers Jaakov Blumas und die zwischen Zeichnungszitaten und intensiver Malerei oszillierenden Bilder des - ebenso aus Hamburg stammenden - Martin Conrad. Sie treffen auf rätselhaft narrative Örtlichkeiten und dunkel leuchtende Landschaften von Dresdner Lutz Bleidorn.

Diese Schau ist, in Zusammenarbeit mit Carmen Oberst und den drei Künstlern, als Erweiterung und Verdichtung zur Ausstellung „boing“ im Verkehrsmuseum gedacht. In das Gesamtkunstwerk „boing“ von Carmen Oberst sind Lutz Bleidorn, Jaakov Blumas und Martin Conrad eingebunden.

Vernissage ist am 27. Juni, um 21 Uhr* . Lutz Bleidorn, Jaakov Blumas, Martin Conrad und Carmen Oberst werden anwesend sein. Die Eröffnungsrede hält der Hamburger Kunstmittler und Journalist Hajo Schiff, der gleichfalls am 28. Juni um 19:00 Uhr die Ausstellung „boing“ im Verkehrsmuseum eröffnet.

* Die etwas außer der Norm angesetzte Eröffnungszeit 21:00 Uhr nimmt Rücksicht auf die am gleichen Tag in der Städtischen Galerie um 19:00 Uhr eröffnende Ausstellung der Hegenbarth-Preisträger 2012, Manuel Frolik und André Schulze. André Schulze wird von der Galerie Döbele vertreten.

Landstriche - André Schulze, Malerei und Objekte

01.06. bis 06.07.13


Ausstellung bei Döbele - Contemporary, Schössergasse 29, 01067 Dresden
0351-49776311, 0174-16630650

Zur Vernissage am Samstag, 01. Juni 2013 um 18:00 Uhr sind Sie herzlich eingeladen.

Über die Bilder spricht Dr. Holger Birkholz, HfBK Dresden.


Unter den aufstrebenden, jungen Künstlern Dresdens kommt dem Maler André Schulze zweifelsohne der Stellenwert eines Ausnahmetalents zu. Nach einem Studium der Malerei und Grafik, bei Professor Hans-Peter Adamski an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, nahm er 2011 ebenda ein Meisterschülerstudium bei Professor Christian Macketanz auf. Im Rahmen mehrerer Ausstellungen, von April bis Juni auch in der Galerie Döbele, machte André Schulze in den vergangenen zwei Jahren auf seine außergewöhnlichen Werke aufmerksam. Darüber hinaus erhielt der Meisterschüler das Josef-Hegenbarth-Stipendium 2012.

Die Sujets seiner gegenständlichen Darstellungen sind historische Architektur sowie Landschaft. Wie in „Raumstationen“ (Öl auf Leinwand, 100x 110 cm, 2012) demontiert der junge Maler den eigentlichen Wirkungskontext von Gebäuden und Umgebung, um diese anschließend auf faszinierende Art und Weise neu miteinander zu kombinieren.

Ebenso interessant ist die Farbgebung seiner Arbeiten. Arbeiten wie „Schacht“ (Öl auf Leinwand, 55 x 55 cm, 2011), von 2011, zeigten sich noch von kräftigen, surrealen Farben dominiert. Gegenwärtig entstehende Bilder orientieren sich vorrangig an Elementarfarben. Artifizielle Farben setzt der Maler nur noch sparsam, zur Akzentuierung, ein.

Neben seinen Bildern gestaltet André Schulze bemerkenswerte Modelle, welche thematisch an seine Malerei anknüpfen. Fernerhin wirken Malerei und Modelle wechselseitig aufeinander ein, ergeben ein einzigartiges Gesamtkunstwerk, welches sich stetig weiterentwickelt.

Bilder aus einer privaten Sammlung

17.05. bis 22.06.13


Theo von Brockhusen (Marggrabowa 1882 - 1919 Berlin)
Edgar Ende (Altona 1901 - 1965 Netterndorf)
Erich Heckel (Döbeln 1883 - 1970 Radolfzell)
Josef Hegenbarth (Böhmisch-Kamnitz 1884 - 1962 Dresden)
Hans Siebert von Heister (Düsseldorf 1888 - 1967 Berlin)
Andreji Jawlensky (Torschok 1902 - 1984 Wiesbaden)
Wassily Kandinsky (Moskau 1866 - 1944 Neuilly-sur-Seine)
Max Liebermann (Berlin 1847 - 1935 Berlin)
Ludwig Meidner (Bremstadt an der Weide 1884 - 1966 Darmstadt)
Rudolf Möller (Schmiedefeld 1881 - 1967 Lörrach)
Gabriele Münter (Berlin 1877 - 1962 Murnau am Staffelsee)
Alexander Osmerkin (Elisavetgrad 1892 - 1953 Moskau)
Max Pechstein (Zwickau 1881 - 1955 West-Berlin)
Karl-Peter Röhl (Kiel 1890 - 1975 Kiel)
Karl Schmidt-Rottluff (Rottluff 1884 - 1976 Berlin)
Hans Szymkowiak (Berlin 1893 - 1961 Berlin)
Eberhard Viegener (Soest 1890 - 1967 Soest)
Walther Wahlstedt (Hamburg 1898 - 1972 Hamburg)
Wladimir Lukianowitsch von Zabotin (Buschkina-Niemirowskaja 1884 - 1967 Karlsruhe)

Ausstellung in der Galerie Döbele, Pohlandstraße 19, 01309 Dresden

Einladung

Die Galerie Döbele lädt Sie und Ihre Freunde herzlich zur Eröffnung der Ausstellung ein:

Freitag, 17. Mai 2013, 20:00 Uhr

Im Zentrum der neuen Präsentation der Galerie stehen Künstler, deren Namen mit dem Expressionismus sowie dem Expressiven Realismus verbunden sind - zuvorderst die „Brücke“-Mitglieder Erich Heckel (1883 - 1970), Max Pechstein (1881 - 1955) und Karl Schmidt-Rottluff (1884 - 1976). Besonders hervorzuheben ist Heckels Bild „Brücken im Park“ von 1916. Das relativ kurz nach Auflösung der Künstlergemeinschaft 1913, während des Sanitätsdienstes des Künstlers im 1. Weltkrieg entstandene Werk zeigt eine eher gedämpfte, naturhafte Farbigkeit sowie flächigen Duktus, der auch die nach dem Krieg geschaffenen, bildhaften Landschaftsaquarelle auszeichnet. Dagegen gehört Schmidt-Rottluffs großformatiger, in Duktus und Farbigkeit lebhafter „Korb mit Silberdisteln“ von 1960 zu dem Alterswerk des Künstlers.

Acht Blätter der Schau gehen auf den eigenständigen, spät wiederentdeckten und wie die genannten „Brücke“-Leute sowie weitere der hier vertretenen Künstler nach 1933 als „entartet“ verfemten Ludwig Meidner (1884 – 1966) zurück. Darunter ist die mitten im 1. Weltkrieg geschaffene, mehrfach in der Literatur erwähnte Tuschzeichnung über Bleistift Apokalyptische Szene – Flucht aus der Stadt“ aus dem Jahre 1915. Sie gehört zu den „seherischen“, ab 1912 entstandenen Werken, wie auch die bekannte Mappe „Krieg“ von 1914. Die eindrucksvolle, ebenfalls bekannte Ölkreidezeichnung „Elisha ben Abuya aus der Rotte Korach“, entstanden 1920, markiert die beginnende Auseinandersetzung mit religiösen Themen vor dem Hintergrund der Beschäftigung mit der eigenen religiösen Identität.

Im Kontext des Expressionismus können auch die zunächst der Neuen Künstlervereinigung München sowie ab 1911 dem „Blauen Reiter“ verbundenen Künstler Wassily Kandinsky (1866 – 1944), der ab 1922 am Bauhaus wirkte, und Gabriele Münter (1877 -1962) genannt werden, ebenso der in der Schau vertretene Andreij Jawlensky (1902-1984) der Sohn Alexeij Jawlenskys. Gabriele Münters bescheiden-poesievoller, farblich zurückhaltender „Blumenstrauß in Vase“ von 1930, der Jahre nach der Beziehung zu Kandinsky, möglicherweise noch während der Parisreise 1929/30 oder kurz danach entstand, sei hier genannt.

Die starke „Komposition“ aus dem Jahre 1926 des gebürtigen Hamburgers Walter Wahlstedt
(1898-1972) macht fruchtbare Anregungen des Bauhauses sichtbar. Zeitweise mit dem Bauhaus, später mit dem Weimarer Stil um Theo van Doesburg beziehungsweise dem Konstruktivismus um Walter Dexel war der vom Expressionismus kommende Karl Peter Röhl (1890 – 1975) verbunden, bis sein Schaffen um 1929 einen abrupten Wechsel zurück zum Gegenständlichen erlebte, um nach 1945 zu einer neuen, expressiven Abstraktion zu finden. Beispiele für beides bietet sein Doppel-Bild „Figur“, entstanden 1930 mit dem rückseitigen Bild, einer dynamischen „Abstrakten Komposition“, datiert 1949.

In die auch künstlerisch lebhaften „goldenen“ 1920er Jahre gehören ebenfalls Hans Siebert von Heisters (1888 – 1967) futuristisch beeinflusste „Andacht“, 1919. Eberhard Viegeners (1890 – 1967) expressionistisch geprägter „Schnitter“, 1920 und Josef Hegenbarths (1884 – 1962) expressiver „Apfelpflücker“, 1923. Kubistisch beeinflusst ist das Stillleben“ des seit 1913 in Moskau, zeitweise auch Petersburg/Leningrad tätigen, besonders in den 1940er/50er Jahren Repressalien ausgesetzten Malers und Lehrers Alexander Osmerkin (1892-1953), der späterhin einen impressionistisch-realistischen Stil pflegte.

Neben einzelnen Arbeiten des zur „Verschollenen Generation“ zählenden expressiven Realisten Rudolf Möller (1881 -1967) sowie des ebenfalls nach 1933 mit Malverbot belegten Hans Szym (Szymkowiak) (1893 – 1963) ist vor allem auf den vom gleichen Schicksal betroffenen Surrealisten Edgar Ende (1901 -1965) zu verweisen, der durch Beschlagnahme und Bombardierung seines Ateliers in München viele Werke verlor. Umso wertvoller sind seine „Drei Wanderer“ von 1933, die durch eine mehr oder weniger wüste Landschaft stolpern, den Blick behindert durch große, sie einhüllende Tücher, womit das Bild als eine Replik auf die damalige gesellschaftliche Situation erscheint.

Eine kleine Gruppe impressionistischer Werke, darunter das Bild „Stehendes holländisches Mädchens mit gefalteten Händen“ von Max Liebermann (1847-1935), entstanden 1896, im Gefolge der Reisen an die Nordseeküste, vervollständigt die Präsentation. Von Liebermann, aber auch durch van Gogh, war der gebürtige Ostpreuße Theo von Brockhusen (1882 – 1919) beeinflusst. Der 1904 nach Berlin übergesiedelte Künstler widmete sich vorrangig der märkischen Landschaft. Das gezeigte, schöne Bild „Arnobrücke in Florenz“(1913) verdankt sich dem Villa Romana-Stipendium, das er 1912 erhielt. Ebenfalls 1913 entstand das frühe „Frauenbildnis“ des gebürtigen Ukrainers Wladimir Zabotin (1884 -1967), das auf die Karlsruher Studienzeit bei Wilhelm Trübner 1913/14 weist.


Igor Oleinikov - neue Bilder

19.01. bis 30.03.13


Igor Oleinikov – neue Bilder

Am 11.11.2006 eröffnete die Galerie Döbele in Dresden im Rahmen des damaligen Vernissagentages ihre erste Ausstellung mit Werken Igor Oleinikovs. Die zweite Ausstellung „Igor Oleinikov – Sturm“ vom 19.4.–21.6.2008 wurde vom gleichnamigen Buchkatalog begleitet (Sandstein Verlag Dresden). Eine dritte Ausstellung „Igor Oleinikov – vorwärts“ vom 14.3.–17.4.2010 wurde ebenfalls von einem Buchkatalog begleitet (Sandstein Verlag Dresden). In der nunmehr vierten Galerie-Präsentation „Igor Oleinikov – neue Bilder“ vom 19.1.–30.3.2013 stehen die im Jahr 2012 entstandenen Werke im Mittelpunkt.

Die Arbeiten zeigen sich in einem technisch sowie inhaltlich neuem Schema.
Mensch und Tier treten gemeinsam in der Natur auf. Merkwürdig still in sich ruhend kommen die Arbeiten daher. Erst durch eine intensivere Betrachtung erschließt sich das angespannte, suchende, sich gegenseitig bedingende Verhältnis der Figuren. Im Mittelpunkt steht immer der Mensch. Begleitet wird er von Tieren. Ihr Verhältnis zueinander ist nicht klar erkenntlich. Mensch und Tier sind im wahrsten Sinne mit einander verwoben. Sie existieren jedoch völlig unberührt und einander ignorierend, oft auch in einer Jäger-Opfer-Beziehung.

Der Künstler zeigt auf, dass der Mensch die Natur braucht, um in ihr eine Befragung seiner selbst durchführen zu können. Sie ist Spiegel seines Handelns, seiner Fähigkeiten und bietet das Erkennen der eigenen Mitte.

Die anonymen Personen der Bilder reflektieren in einer ersten Deutungsebene auf den Betrachter. Sie liefern ein Identifikationsangebot. Der Hinweis soll lauten, eine Antwort auf dich selbst und deine Umwelt findest du nur, in dem du sprichwörtlich zurück zu den Wurzeln gehst.

Der Mensch sieht die Beziehung zur Natur zu oft als eine gegenseitige Abhängigkeit. Aber das ist ein Trugschluss, denn diese Abhängigkeit ist einseitig und geht vom Menschen aus.

Geprägt durch seine kaukasischen Wurzeln verfügt der Künstler über eine besondere Verbindung zum Mensch-Natur-Verhältnis. Die Natur als Resonanzraum der Imagination und die Sinnsuche des Menschen in ihr sind ein in der russischen Literatur und Kunst tief verankerter, mit Melancholie beladener Topos.

Max Ackermann - aus der Sicht Will Grohmanns

02.12.12 bis 12.01.13


Max Ackermann – aus der Sicht Will Grohmanns
Ausstellung in der Galerie Döbele vom 02. Dezember 2012 bis 12. Januar 2013

Der Kunstherbst 2012 steht in Dresden ganz im Zeichnen der viel beachteten Ausstellung im
Lipsiusbau „Im Netzwerk der Moderne“ über den Kritiker Will Grohmann.
Bereits 1955 erschien im Stuttgarter Verlag Kohlhammer ein für damalige Verhältnisse aufwendiges
Büchlein mit farbigem Hardcover sowie 28 sw und 4 farbigen ganzseitigen Abbildungen von aktuellen
Werken Ackermanns mit einem Text von Will Grohmann.
Ein dort abgebildetes Hauptwerk „Überbrückte Kontinente“ von 1954 wird in der Dresdner
Grohmann-Ausstellung gezeigt. Drei weitere in dem Bändchen abgebildete Meisterwerke
„Durchbrochene Formen (Emporstrebendes)“ von 1953, „Sonne“ von 1950 und „Cembalo singt
im Mond“ von 1946 werden neben 67 weiteren Werken in der Galerie Döbele zu sehen sein.
Grohmanns Ausführungen sind vor dem Hintergrund einer umfassenden Kennerschaft
zeitgenössischer Kunsttendenzen geschrieben. Gerade deshalb ist sein komprimierter Text für eine Betrachtung des bildnerischen Schaffens Ackermanns wertvoll. Vieles bleibt wegen der knappen Form nur angedeutet, was die Sache nur interessanter macht. Denn man kann daraus Fragen entwickeln, und der bloße Versuch, Antworten zu finden, führt die Beteiligten tiefer in die Bildwelt Ackermanns.

Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre (10 € ab Galerie) mit einem Text von Dr. Markus Döbele.
Die Ausstellung wird am Sonntag 02.12.2012 um 11:00 Uhr eröffnet. Wir laden Sie herzlich ein.
Es spricht Markus Döbele, Kurator der Ausstellung.

Galerie Döbele, Pohlandstraße 19, 01309 Dresden, Telefon 0351-318290
Galerie Döbele, Schössergasse 29, 01067 Dresden, Telefon 0351-49776311
info@galerie-doebele.de, www.galerie-doebele.de

Neue öffentliche Besuchszeiten für beide Galerien:
Mittwoch bis Samstag von 12 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.

Josef Hegenbarth - Wirklichkeit und Phantasie

07.10. bis 25.11.12


Josef Hegenbarth
Wirklichkeit und Phantasie
Gedenkausstellung zum 50. Todestag
vom 7. Oktober bis 25. November 2012 in der Galerie Döbele in Dresden

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden widmen Will Grohman anläßlich seines
125. Geburtstages eine große Sonderausstellung in der Kunsthalle im Lipsiusbau
(27.9.2012 – 6.1.2013). Unter dem Titel „Im Netzwerk der Moderne. Kirchner, Braque,
Kandisky, Klee ... Richter, Bacon, Altenbourg und ihr Kritiker Will Grohmann“ wird das
Lebenswerk dieses einflussreichen Kritikers und Kunst-Netzwerkers aufgezeigt.
Er ist Verfasser zahlreicher Publikationen und Künstlermonographien, u.a. auch für Josef Hegenbarth.

Das Kupferstich-Kabinett Dresden zeigte im Josef-Hegenbarth-Archiv (bis 2.9.2012), als Vorbote zur kommenden großen Ausstellung im Lipsiusbau, eine Dokumentation „Josef Hegenbarth und Will Grohmann, der Zeichner und sein Interpret“ die darlegte, wie Will Grohmann als Kunstkritiker und Inspirator Josef Hegenbarth und seine Kunst seit 1919 begleitete.

Die Galerie Döbele in Dresden hat 60 erlesene Kunstwerke Hegenbarths zusammengetragen und stellt diese ab dem 07. Oktober 2012 in einer Verkaufsausstellung vor: Leimfarben-Blätter, Pinselzeichnungen und einige Illustrationen, die Will Grohmann besonders schätzte.

Hegenbarth, der bekennende Dresdner, in Böhmisch-Kamnitz geboren, nannte sich, der DDR zum Trotz, zugleich einen „Alt-Österreicher“; der die Wirklichkeit um sich herum kritisch genau wahrnahm, aber in Gestalt der Weltliteratur aller Zeiten als unerschöpfliche Phantasie illustrierend, sich einverleibte.

Wir laden Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, dem 7. Oktober 2012, um 11:00 Uhr in die Galerie ein.
Die Einführung spricht Daniela Günther, freie Mitarbeiterin des Kupferstichkabinetts Dresden, Josef-Hegenbarth-Archiv.

Galerie Döbele GmbH Pohlandstraße 19, 01309 Dresden 0351-318290 info@galerie-doebele.de
Galerie Döbele GmbH, Dependance Schössergasse 29, 01067 Dresden 0351-49776311

Sommerausstellung 2012 in der Galerie Schössergasse 29

27.07. bis 31.08.12


In einer reizvollen Kombination von altbekannten und jungen Künstlern präsentiert sich diese aktuelle Schau in den Räumlichkeiten der Schössergasse 29.

Mit einer größeren Anzahl an Arbeiten ist der junge Dresdner Künstler André Schulze vertreten, welcher seit 2011 Meisterschüler bei Professor Christian Macketanz an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden ist und für seine Leistungen das Hegenbarth-Stipendium 2012 erhielt. Seine dem Gegenstand verpflichteten Werke laden aufgrund ihres Detailreichtums zum genauen Hinschauen ein und entführen den Betrachter in surreale Welten. Neben den Industrielandschaften liegt sein aktuelles Augenmerk auf historischer Architektur und Natur, die er gekonnt mit aufmerksamkeitsfordernden Einzeldingen akzentuiert.

Kombiniert werden diese jungen, ambitionierten Arbeiten mit Klassikern wie Herta Günther, Ernst Hassebrauk und Albert Wigand. Einen weiteren Akzent setzen die abstrakten, atmosphärischen Darstellungen von Landschaft, Licht und Elementen des Künstlers Hanspeter Münch, deren Farbkraft und Stimmungen fesseln.

Insgesamt können 30 Werke verschiedener Künstler und Techniken in unserer Dependance in der Innenstadt bestaunt werden. Über Ihren Besuch würden wir uns sehr freuen!

Wilhelm Rudolph . Curt Querner . Theodor Rosenhauer in der Pohlandstraße 19

24.06. bis 28.09.12


Wilhelm Rudolph – Theodor Rosenhauer – Curt Querner

Vor 30 Jahren, am 30. September 1982, starb Wilhelm Rudolph in Dresden. Wir nehmen diesen Jahrestag zum Anlass, mit einer Ausstellung an den Künstler zu erinnern.
„Späherauge erloschen“ lautete die Überschrift eines Nachrufs auf Wilhelm Rudolph. Der Tod des Dresdner Malers, Zeichners und Holzschneiders fiel in die letzten Tage unserer Rudolph-Ausstellung in Ravensburg 1982. Es war die erste Verkaufsausstellung des hochbetagten Künstlers im Westen; eine Museumsschau hatte vorher schon sein Schüler Gotthard Graubner an der Kunsthalle Düsseldorf durchgesetzt. Den seinerzeit von uns herausgegebenen Katalog hatte Rudolph auf dem Krankenlager noch wahrnehmen können.
Auch hatte er kurz vor seinem Tode noch die Genugtuung in der Zeitschrift „Sinn und Form“ den Essay des Leipziger Schriftstellers Horst Drescher zu lesen, ein ergreifendes literarisches Künstlerporträt, das große Aufmerksamkeit erregte.

Rudolph kam 1908 aus der Gegend von Chemnitz nach Dresden. Hier hat Rudolph an der Akademie auf der Brühlschen Terasse studiert und gelehrt. Und hier war er Mitorganisator der legendären „Internationalen Kunstausstellung Dresden 1926“.

Zeitlebens war Dresden für ihn ein Thema. Aber vollends wurde es das in der Zerstörung, als würde sich Schopenhauers Wort bekräftigen, daß der Verlust der Dinge uns über ihren Wert belehre. Rudolph wurde, wie man weiß, zum Chronisten – und mehr als das – der Dresdner Ruinen, die er radikal in ans Weiße gehenden Holzschnitten und in schmerzhaft kratzenden Tuschfederzeichnungen „bannte“.

Es entstanden auch wenige Aquarelle und Ölbilder zu diesem Thema. Wir können in unserer Ausstellung ein wundervolles Aquarell von der zerstörten Frauenkirche zeigen. Es muß unmittelbar nach 1945 entstanden sein im Gegensatz zu dem Ölbild mit dem gleichen Sujet, das gegenwärtig in der Gemäldegalerie Neue Meister in Dresden ausgestellt wird.

Des weiteren sah er das Schicksal Dresdens sich im Schicksal des ganzen Vaterlandes spiegeln, im „AUS“, mit den Vertriebenen und den „Menschentrümmern der Wehrmacht“.
Es ist das Verdienst von Rudolf Mayer, damals Leiter der eikon-Grafik-Presse im Verlag der Kunst in Dresden, daß diese beiden Holzschnitt-Folgen in jeweils 4 Exemplaren gedruckt wurden und von ihm seinerzeit auch vermittelt wurden an die Staatsgalerie Stuttgart, das Kupferstich-Kabinett Dresden, das Kupferstichkabinett Berlin, damals DDR, die Deutsche Bücherei Leipzig.

Dem zerstörten Dresden stellte der Künstler später die unversehrte Umgebung und Landschaft entgegen. Seismographisch nahm der Künstler die Jahreszeiten wahr, mit Sonne, Regen, Sturm, Schnee. „Dresden als moralische Landschaft“ hat Erhard Frommhold seinen Rudolph-Essay überschrieben. Das trifft es.

Über zwei Werke Rudolphs sind wir besonders glücklich, daß sie in unseren Galeriebestand gekommen sind,
nämlich das brillante Ölbild vom Großen Garten, welches schon 1977 in der Nationalgalerie Berlin ausgestellt war
und auch in dem seinerzeit erschienenen Katalog abgebildet ist. Und ferner die frühe und interessante Zeichnung aus den späten Zwanziger Jahren „Tagebau“. Es handelt sich hier um Granit-Abbau der Firma Sparmann, die seinerzeit den härtesten Granit abbaute.

Wilhelm Rudolph äußerte einmal mir gegenüber, daß er Theodor Rosenhauer von allen seinen Dresdner Kollegen am meisten schätze. „Feiner Mann“, sagte er zustimmend.
Wir freuen uns daher sehr, daß wir in dieser Ausstellung drei Werke von Theodor Rosenhauer zeigen können.
Weiterhin zeigen wir 1 Ölbild und 4 Aquarelle von Curt Querner.

Rudolph, Rosenhauer und Querner haben eines gemeinsam: Sie malen die einfachen Dinge des Lebens und nobilitieren sie.

Hedwig Döbele

Hermann Glöckner in der Schössergasse 29

15.06. bis 27.07.12


Hermann Glöckner (1889 – 1987) - Sonderausstellung der Galerie Döbele Dresden in der Dependance Schössergasse 29 im Zentrum der Stadt - 16. Juni – 28. Juli 2012

Werke von Hermann Glöckner wurden seit 1980 in vielen Ausstellungen der Galerie gezeigt; zuletzt in einer großen Einzelausstellung (5.9. – 30.10.10 in der Galerie Pohlandstr. 19) und jüngst in einer „One Artist Show – Neuentdeckung eines Modernisten“ auf der Art Cologne 2012 (18. – 22.4.12).

Das Werk von Hermann Glöckner wurde bislang meist über eine Zuordnung zum Konstruktivismus rezipiert. Glöckner selbst hat sich gegen eine plakative Zuordnung in die Genealogie der geometrischen Abstraktion verwehrt(1): „Ich bin eben kein ‚Konstruktivist’, bin vor allen Dingen Maler. Aber beide Zweige meiner Arbeit haben sich zweifellos gegenseitig befruchtet. So spielt auch der Zufall für meine Malerei eine entscheidende Rolle“, schreibt Hermann Glöckner in seinen Lebenserinnerungen(2).

Mit der Herausgabe des Werkverzeichnisses der Gemälde und Zeichnungen 1904 – 1945 durch das Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und dem Nachlass Hermann Glöckner, erschienen Ende 2010 im Sandstein Verlag, steht erstmals eine umfassende Dokumentation über die Entwicklung seiner anfangs unbewusst vorhandenen Formsprache bis hin zu deren konsequenten Auslotung zur Verfügung.

Hermann Glöckner erfährt derzeit eine bemerkenswert dynamische Neubewertung.

Unsere Sonderausstellung in der Dependance Schössergasse 29 im Zentrum der Stadt, zeigt 27 bisher öffentlich nicht verfügbare farbige Aquarelle und Zeichnungen von Hermann Glöckner aus den Jahren 1909 bis 1930; aus Privatbesitz zusammengetragen, im WVZ dokumentiert. Ergänzt wird diese Präsentation durch ein Selbstporträt von musealem Rang aus dem Jahr 1926, 9 Beispiele seiner autonomen Skulpturen der 50er, 60er und 70er Jahre und einiger Glas- und Handdrucke der 60er und 70er Jahre.


Galerie Döbele, Dependance Stadtzentrum, Schössergasse 29, 01067 Dresden - Montag – Samstag 11 – 18 Uhr Tel. 0351-49776311 info@galerie-doebele.de www.galerie-doebele.de

1 Paul Kaiser: Autonome Skulpturen im Kontext von Post-Konstruktivismus und Minimalismus, 2011.

2 Hermann Glöckner: Meine Arbeit ist mein Leben. In: John Erpenbeck: Hermann Glöckner. Ein Patriarch der Moderne, Berlin: Der Morgen 1983.

Wechselausstellung Schössergasse

05.05. bis 09.06.12


Neueröffnung: Exklusiver Schauraum der Galerie Döbele in Dresden, Schössergasse 29
T. 0351-49776311

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Galerie,

in den letzten Jahren trug Rekonstruktion von Dresdner Schloss und Areal rund um den Dresdner Neumarkt maßgeblich zur Zentralisierung urbaner Kunst und Kultur in der Dresdner Altstadt bei. Exemplarisch für die zurückgewonnene Bedeutung ist eine der gegenwärtigen Hauptattraktionen der Stadt - die Kulturmeile zwischen Semperoper und Albertinum.

Aktuell strebt der Wiederaufbau der Dresdner Altstadt einem weiteren Höhepunkt entgegen. Nach umfassenden Baumaßnahmen erstrahlt das Gelände, neben dem Schloß, von der Schloßstraße bis hin zur Schössergasse und weiter bis zum Johanneum in neuem Glanz.

Im Umfeld der sich von 1893 bis 1951 dort befindlichen Galerie Ernst Arnold bezieht die Galerie Döbele ab Ende März ein zweites Domizil. Der neue Schauraum in der Schössergasse ist als eine Ergänzung zum Galerieprogramm in der Pohlandstraße konzipiert, zeigt hochwertige Exponate namhafter Vertreter der Bildenden Kunst und Klassischen Moderne.

So zeigt die Galerie Döbele beispielsweise ein Hauptwerk aus Otto Langes Oeuvre: „Junge mit Gans“, von 1917. Der Farbholzschnitt, in exzellentem Druck auf feinem Japan, von welchem kein weiteres Exemplar bekannt ist, offenbart eindrucksvoll den Stellenwert Langes in der Graphik des Expressionismus.

Neben der Eröffnung des Swissôtel Dresden, weiteren Geschäften und Gastronomie im neuen Areal eröffnet die Galerie Döbele ihren neuen Schauraum am Samstag, dem 31.03.2012.

Wir würden uns freuen, Sie in der Schössergasse 29 begrüßen zu dürfen - vielleicht bereits am Eröffnungstag, oder bald anlässlich eines Stadtbesuches, oder anlässlich einer Reise nach Dresden.

Mit herzlicher Einladung
Ihre Galerie Döbele in Dresden
Hedwig und Johann Döbele



GALERIE DÖBELE GMBH
Pohlandstraße 19 Neuer Schauraum: Schössergasse 29
01309 Dresden 01067 Dresden
Telefon 0351 318290, Fax 318298 Telefon 0351 49776311
www.galerie-doebele.de www.galerie-doebele.de
info@galerie-doebele.de info@galerie-doebele.de

Junge Kunst in der Galerie Döbele: Tanja Pohl + André Schulze

29.04. bis 08.06.12


Abstraktion, Realismus und Surrealismus - Junge Kunst in der Galerie Döbele

In den beinahe 250 Jahren ihres Bestehens erlangte die Hochschule für Bildende Künste Dresden durch Künstlerprofessoren wie Otto Dix und Oskar Kokoschka sowie Meisterschüler, zu denen Georg Grosz, Conrad Felixmüller oder Edmund Kesting zählen, internationale Anerkennung. Absolventen wie Thomas Scheibitz und Eberhard Havekost erweitern den Reigen prominenter Meisterschüler bis in die Gegenwart hinein. Abgesehenen von Reminiszenzen an Geschichte der Institution und Dresdner Malertradition, etablieren sich an der Hochschule für Bildende Künste Dresden zudem aktuell außerordentliche Talente.

Vor diesem Hintergrund präsentiert die Galerie Döbele zwei Meisterschüler der Akademie, die sich durch eindrucksvolle Arbeiten hervortun: Tanja Pohl und Andre Schulze.

Im Vogtland aufgewachsen, begann Tanja Pohl 2005 mit dem Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Nach dem Diplom nahm sie ein Meisterschülerstudium bei Professorin Elke Hopfe sowie Professor Christian Macketanz auf.

Bedingt durch die Verortung ihrer Kindheit, begegnet man in ihren Arbeiten bizarren Darstellungen von Industriebrache, in denen sich der Gegensatz zwischen Technik und Natur verdeutlicht. Offenbar wird dies unter anderem in ihrem Gemälde "Contaminata" (Öl auf Leinwand, 90 x 120 cm, 2011).

Tanja Pohl: "Reizvoll an diesem Thema für mich ist das Zusammenspiel von Zerstörung der Natur durch den Menschen und dem Prozess des Verfalles, mittels dem sich die Natur zurückholt, was ihr entrissen wurde. Im Akt des Verfalles sehe ich das Dionysische Prinzip Nietzsches, das Chaos, verankert, aus dem wieder Neues entstehen kann."

Daneben akzentuiert die originale Grafik "Kopf" (Tiefdruckkombination, Tusche/Aquarellpapier, 20 x 14 cm, 2011) die Affinität der Meisterschülerin gelegentlich ebenso Köpfe zu gestalten, welche in ihrer abstrakten Fertigung den Industrielandschaften ähneln.

Gleichwohl stehen Farbkomposition und Herstellungstechnik für die Eigenheit ihrer Arbeiten. So trifft in Tanja Pohls originaler Grafik "Hinterhof" (Tiefdruckkombination, Tusche/Bütten, 20 x 14 cm, 2011) tiefes Schwarz auf feines Grau, Neon-Orange und Weiß. Überdies lockern die abstrakten Gebilde zuweilen kräftiges Rot, leuchtendes Gelb oder neutralisierendes Beige auf.

In ihrer Malerei trägt die Künstlerin sich überlagernde Farbschichten in groben Schwüngen und Flecken auf einen Grund, bis die Schichten eine Einheit bilden. Für ihre Grafiken verwendet sie hingegen hauptsächlich Radierung, Siebdruck und Holzschnitt. Ergänzt durch verschiedene Hoch-und Tiefdruck-Verfahren, wie die Bearbeitung der Platte mit einer Kaltnadel oder durch Ätzung, entfalten die Schöpfungen ihre morbide Schönheit.

Während Tanja Pohl ihre Abbildungen industrieller Bauten und Maschinerie oftmals bis hin zur Unkenntlichkeit verfremdet, eröffnen die Bilder von Andre Schulze andere Perspektiven. Obschon thematisch ähnlich gelagert - auch die Werke des jungen Künstlers zeigen, neben historischer Architektur, Industrielandschaften - bleibt seine Kunst in der gegenständlichen Darstellung.

Andre Schulze wuchs in Dresden auf, absolvierte ab 2006, bei Professor Hans-Peter Adamski an der Hochschule für Bildende Künste, zunächst ein Studium der Malerei und Grafik, bis er nach dem Diplom ebenda 2011 Meisterschüler bei Professor Christian Macketanz wurde. Charakteristisch für seine Arbeiten ist eine Verquickung persönlicher Erlebnisse und Ereignisse mit Elementen aus Comic, Computerspiel, Graffiti, Werbung sowie Grafikdesign. Wie an einem seiner älteren Bilder, "Finnhütte" (Öl auf Leinwand, 130 x 150 cm, 2010), zu erkennen, beschwören seine Industrielandschaften Assoziationen zum Surrealismus herauf.

Aktuell verfolgt der Künstler jedoch eine malerische Konzeption, die sich allein auf historische Architektur und Natur konzentriert, das Augenmerk außerdem auf Einzeldinge richtet. "Ich löse die Dinge aus ihrem Kontext heraus, um zu schauen, was dadurch mit ihnen passiert und um dem Betrachter neue Sichtweisen auf die Gegenstände zu ermöglichen.", erklärt der Meisterschüler.

Exemplarisch für den neuen Leitgedanken sind "Krater" (Öl auf Leinwand/60 x 80 cm, 2012) und "Bergmassiv" (Öl auf Leinwand/110 x 140 cm, 2012), zwei Bilder, deren Motivik plastisch wirkt, deren Gegenstände fast zu schweben scheinen. Den Einflüssen verschiedener Medien geschuldet, platziert Andre Schulze seine Einzelmotive gern auf einfarbigem Untergrund, grenzt Bildinhalt sowie Farben weiterhin durch präzise Linienführung und detailgenaue Ausarbeitung ab.

Ob brodelnde Lavamassen oder überdimensionierter Gebirgszug, umringt von einem Nebelfeld, die Gemälde des Meisterschülers evozieren stets immer auch etwas Unheimliches. Und es ist dies, ein weiteres Hauptmerkmal, welches das Gesamtwerk des Künstlers prägt.

Nach einer Vielzahl von Projekten, Ausstellungen sowie Ankäufen durch die Städtische Galerie Dresden und die Kulturstiftung Sachsen sind die faszinierenden Arbeiten beider Meisterschüler vom 29. April bis zum 2. Juni, in den Räumlichkeiten der Galerie Döbele, auf der Pohlandstaße 19, zu sehen.

K. M. D.

ART-COLOGNE 2012 - 46. Internationaler Kunstmarkt

18. bis 22.04.12


Pressemitteilung
Galerie Döbele Dresden GmbH
[Kurzfassung]

Neuentdeckung eines Modernisten
Galerie Döbele Dresden GmbH präsentiert einzigartige Hermann Glöckner-Kollektion auf der 46. Art Cologne (18.-22.4.2012)

Im Rahmen einer One Artist Show präsentiert die Galerie Döbele Dresden auf der Art Cologne 2012 eine einzigartige Kollektion von Werken des Künstlers Hermann Glöckner (1889-1987). Die meisten der angebotenen Spitzenwerke galten bislang als unverkäuflich und werden nunmehr, wie Galeristin Hedwig Döbele einschätzt, „die Neuentdeckung eines bislang immer noch unterbewerteten Modernisten des 20. Jahrhunderts weiter beschleunigen“.

Hermann Glöckner erfährt derzeit eine bemerkenswert dynamische Neubewertung. Diese Entwicklung wurde inspiriert vom US-amerikanischen Kunstmarkt und Ausstellungsbetrieb. Seine singuläre Position im Osten Deutschlands sowie dessen Korrespondenzen mit den avancierten Kunstströmungen seiner Zeit werden in einer Dimension herausgestellt, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar waren.
Die kunsthistorische Würdigung des Werkes von Hermann Glöckner erfolgte vornehmlich über seine Zuordnung zum Konstruktivismus. Im Zentrum steht hierbei das von 1930 bis 1937/38 geschaffene „Tafelwerk“. Dabei handelt es sich um eine bilddidaktische Strukturanalyse von gegenstandsfreien, vornehmlich geometrisch konstruierten Kompositionen - in der Kollektion der Galerie Döbele sind herausragende Arbeiten aus diesem Werkkomplex bzw. aus dem Umfeld des „Tafelwerkes“ vertreten.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges setzte Hermann Glöckner seine Arbeit am „Tafelwerk“ in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR zwischen 1948 und 1980 fort. Der Künstler hat sich jedoch gegen eine plakative Zuordnung zum Konstruktivismus zu seinen Lebzeiten gewehrt, indem er die Autonomie seiner Formfindungen und die Intuition des Zufalls in seinem Werk betonte. Parallel entwickelte Glöckner ein breites, bislang kaum gewürdigtes Spektrum künstlerischer Ausdruckformen. Ein ganz besonderes Ereignis der Glöckner-Präsentation auf der Art Cologne 2012 stellt zweifellos ein in dieser Form erstmals dem Markt zur Verfügung stehendes Ensemble an Kleinskulpturen und Objekten der 1950er, 1960er und 1970er dar, in dem sich eine faszinierende Freiheit durch Reduktion zeigt, die mit den Fragestellungen des Minimalismus korrespondiert.


Kontakt:
Galerie Döbele GmbH
Pohlandstr. 19, 01309 Dresden, T +49-(0)351-318290, F +49-(0)351-318298
Schössergasse 29, 01067 Dresden, T +49-(0)351-49776311
www.galerie-doebele.de
info@galerie-doebele.de

Ansprechpartner für die Presse:
Johann Döbele M +49-(0)174-1663050
Hedwig Döbele M +49-(0)172-3182900


Für einen ausführlicheren Pressetext schauen Sie bitte unter der Rubrik "Nachrichten".








Neue Sachlichkeit und Umkreis (Vom 23.12.2011 bis 07.01.2012 bleibt die Galerie geschlossen)

09.10.11 bis 14.01.12


Max Ackermann – Ernst Bursche – Rudolf Dischinger – Conrad Felixmüller – Carl Grossberg –
Curt Großpietsch – Kurt Günther – Hainz Hamisch – Ernst Hassebrauk – Gussy Hippold-Ahnert –
Karl Hubbuch – Eric Johansson – Wilhelm Lachnit – Paula Lauenstein – Richard Müller –
Hanna Nagel – Hilde Rakebrand – Wilhelm Rudolph – Richard Sander –
Rudolph Schlichter – Wilhelm Schnarrenberger – Georg Scholz – Kurt Schütze – Alice Sommer –
Fritz Tröger – Karl Völker – Christoph Voll – Curt Weinhold – Willy Wolff

Die Galerie hat bereits 1996, von Stuttgart kommend, in Dresden ihren Einstand gegeben mit der Ausstellung „Otto Dix und Künstler seiner Dresdner Zeit“, nachdem sie vordem schon etliche dieser neusachlichen Künstler in Gruppen- und Personalausstellungen von Ravensburg und Stuttgart aus gezeigt hat.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigen vom 01.10.2011 – 08.01.2012 in der Kunsthalle im Lipsiusbau, Brühlsche Terrasse, die Ausstellung „Neue Sachlichkeit in Dresden – Malerei der Zwanziger Jahre von Dix bis Querner“. Diese Ausstellung wird die Bedeutung Dresdens als Zentrum des Verismus und der Neuen Sachlichkeit ganz neu ins Blickfeld rücken und unter Beweis stellen.


Max Uhlig, Claus Weidensdorfer - Arbeiten auf Papier - im Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus

08.07. bis 14.09.11


Zwei namhafte Altmeister ostdeutscher Kunst, Max Uhlig (Jg. 1937) und Claus Weidensdorfer (Jg. 1931), präsentiert das Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus mit seiner diesjährigen Sommerausstellung. Gut 100 Arbeiten auf Papier, hauptsächlich aus den letzten drei Schaffensjahrzehnten, werden die beiden Dresdner Künstler zeigen. Mit ihrer ausgeprägt individuellen Handschrift haben sie frühzeitig das landläufige Bild von der Kunst in der DDR mit verändert.
Max Uhlig entwickelte seine Formensprache seit Mitte der 60er Jahre souverän von der Linie her. In den direkt vor der Landschaft geschaffenen Bildern bleibt die webende Kraft der Natur unmittelbar spürbar. Die figürlichen Arbeiten von Claus Weidensdorfer schreiben auf eigenwillige, melancholische Weise Dresdner Zeichentradition fort. Hier begegnen uns skurrile oder sinnfrohe Momente, so auf der Bühne beim Jazz-Konzert oder im Netz zwischenmenschlicher Verstrickungen. Nach der Wende waren beide Künstler als Professoren an der Hochschule der Bildenden Künste in der Elbemetropole tätig.

Max Uhlig - Aquarelle und farbige Zeichnungen aus drei Jahrzehnten

17.04. bis 02.07.11


Mit dieser Ausstellung verweist die Galerie auf einen Schwerpunkt im Werk des Künstlers. Seit den 70er Jahren befasst sich Max Uhlig mit dem Aquarell, der Technik, die Elemente des Malerischen wie des Zeichnerischen zulässt. Er nutzt sie als Medium einer „disziplinierten Improvisation“ für seine Landschaften und Porträts.

In Übersetzung eines unmittelbaren Naturerlebnisses unter bestimmten Lichtbedingungen und zu unterschiedlichen Jahreszeiten entstanden, sind die Landschaften von Bewegung und Rhythmus gekennzeichnet. Mittels vielfarbiger Strukturen, in längeren Schwüngen oder kraftvoll gesetzten kurzen Strichen ausgeführt, formieren sich Ansichten, die eine Landschaft, ein Stück Horizont, eine Baumgruppe oder ein Gebüsch zum Gegenstand haben. In einem Zeitraum von über drei Jahrzehnten, am Dresdner Elbufer, in Mecklenburg, an der Ostsee, im Erzgebirge, am Bodensee, in Afrika, in Florenz und in der Provence entstanden, changieren diese farbigen Bilder in ihrer Wirkung zwischen gegenständlich und abstrakt: Landschaft ist in ihrem Wesen, nicht in ihrer äußeren Erscheinung erfasst.

Mit dem Pinsel, lasierend im Wechsel mit stärker deckend aufgetragenen Farbschichten, arbeitet Uhlig seine charakterisierenden Köpfe heraus. Doch gleichermaßen sind ihr Volumen, ihre Präsenz als Körper im Raum interessant.

Die Spezifik des jede noch so zarte Farbspur aufnehmenden Japanpapiers führt dabei zu einer ganz eigenen transparent-visuellen Qualität. Die Feinheiten von Uhligs Aquarellmalerei erschließen sich erst in der genauen Betrachtung seiner unermüdlichen Auseinandersetzungen mit den gleichbleibenden Sujets.

Die Präsentation wird abgerundet durch, in den letzten Jahren in der Provence entstandene, farbige Pastellkreidezeichnungen. Mit satten, pastosen Linien spürt der Künstler den markanten Gestalten knorriger alter Weinstöcke oder einem Buschwerk nach. Die Naturform wird kondensiert, wird zum Zeichen.

Zur Ausstellung erscheint im Sandstein-Verlag ein Katalog mit 40 Farbabbildungen, einem Vorwort der Galerie und einem begleitenden Text von Dr. Renate Wiehager und Christian Gögger. Der Katalog kostet € 10,-- ab Galerie.

Text siehe auch unter Nachrichten!

art KARLSRUHE 2011

10. bis 13.03.11


Internationale Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst
Galerie Döbele GmbH Dresden stellt aus in Halle 3 - Stand Nr. G 15

Igor Oleinikov - neue Bilder + Andrej Pirrwitz - Photographien

09.11. bis 04.12.10


Igor Oleinikovs Bildthemen entwickeln sich zunehmend auf offene Zonen eines Wandels zu, einem unvorhersehbaren Umschlagen von einem Zustand in einen anderen.
Oleinikov geht es nicht um eine „Suche nach der verlorenen Zeit“ (Proust) um sie tatsächlich wiederzufinden - und damit das „ewige Nocheinmal, die ewige Restauration des ursprünglichen, ersten Glücks“. (Walter Benjamin)
Seine Arbeiten zeigen vielmehr Versuche, nach der verlorenen Zeit aus ihrem Bannkreis herauszutreten und die Zukunft vorzubereiten.

Literatur:
Karin Thomas, Tilman Stalleicken in: Igor Oleinikov – Sturm, Hardcover, 66 Seiten darin 20 Farbtafeln, deutsch-
englisch, Sandstein Verlag Dresden 2008, ISBN 3940319357, € 15,--
Paul Kaiser in: Igor Oleinikov – vorwärts, Hardcover, 61 Seiten darin 32 Farbtafeln, deutsch-englisch, Sandstein
Verlag Dresden 2010, ISBN 3940319920, € 15,--


Andrej Pirrwitz Photographien in analoger Aufnahmetechnik suggerieren die Spuren eines Zeitablaufs. Raum und Zeit verschränken sich, bedingen einander wechselseitig.
‚Im intelligenten Einsatz der Langzeitbelichtung besteht freilich nur die eine Seite seiner künstlerischen Leistung. Die andere äußert sich in der eigentümlichen Beschaffenheit, ja Physiognomie der Räume, die er für seine Bilder aussucht.’ (Auszug aus „Die Zeiten und das Bild- Andrej Pirrwitz’ fotografische Bilder“ von Klaus Honnef)

Literatur:
Klaus Honnef in: Andrej Pirrwitz Photographie – Sieben tempophile Etüden, Hardcover, 146 Seiten darin 83
Farbtafeln, deutsch-französisch, Edition Braus Heidelberg 2010, ISBN 3862280148, € 35,--

ART.FAIR 21 - Messe für aktuelle Kunst

29.10. bis 01.11.10


Jetzt mit neuem Standort: Staatenhaus am Rheinpark, Auenweg 17, 50679 Köln

Hermann Glöckner (1889 - 1987)

05.09. bis 30.10.10


Werke von Hermann Glöckner waren bereits in verschiedenen Ausstellungen der Galerie Döbele der letzten Jahre vertreten. Dabei wurde seine Kunst in Beziehung zu anderen, nicht nur Dresdner Künstlern gesetzt. Erstmalig widmet die Galerie dem Ausnahmekünstler eine Einzelschau, die ihr Hauptaugenmerk neben einigen frühen Werkbeispielen auf Arbeiten richtet, die nach 1945 entstanden sind.



Glöckners Formenrepertoire repräsentiert ein breites Spektrum konstruktivistischer Stilphasen, in deren Zentrum die so genannten "Faltungen" stehen. Aus einer früh erkannten Vorliebe für geometrische Strukturen formierte er seit den späten 1920er Jahren sein "Tafelwerk", indem er durch Spiegelungen, Brechungen, Teilungen unterschiedlicher geometrischer Elemente grundlegende Einteilungen der Bildfläche vornahm und diese farblich akzentuierte. Ferner brachte er auf den Tafeln gefaltete Seidenpapierstreifen an, wodurch sich das komplexe Prinzip des Faltens entwickelte. Sein Schaffen gliedert sich nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Grundlage dieser konstruktiven, ästhetischen und handwerklichen Prinzipien in verschiedene, sich weiterentwickelnde Werkgruppen, die in der Ausstellung in einzelnen Komplexen versammelt sind.



Dazu gehören etwa Beispiele aus Glöckners noch gegenständlicher Phase bis 1956, in der er u.a. Landschaftsaquarelle schuf. Auch sind Arbeiten vertreten, in denen sich Glöckner durch die Beobachtung von Strukturen der Formensprache des Informel nähert oder durch Collagen und collageartig anmutende Abdrucke auf Papier mit zeichnerischen und graphischen Grenzen experimentiert und diese auslotet, so etwa die spannungsreichen Glasdrucke der ausgehenden 1960er Jahre. Stets entstehen innerhalb seines Schaffens parallel Zeichnungen von fast unendlicher Vielfalt, Abdrucke, Gemälde und immer wieder auch seine Faltungen, bis er sich im letzten Jahrzehnt seines Schaffens den gestischen Schwüngen widmet, die er vor allem mit einem Kreidestift zum Teil farbenfroh-expressiv auf den Bildträger aufbringt.



Nach 1945 gewannen für Glöckner plastische Arbeiten an Bedeutung, in deren Zentrum die räumlichen Faltungen standen. Diese erwuchsen fast folgerichtig als dreidimensionale Objekte aus dem Tafelwerk. Die Flächeneinteilungen, die bis dahin auf dem Blatt vollzogen wurden, griffen nun als geometrisch-konsequente Konstruktionen wie "Räumlich gebrochenes Band" oder "Räumliche Faltung eines Rechtecks" auch in den Raum aus.



Die Ausstellung vermittelt die große Spannbreite und den ungemeinen Facettenreichtum der Kunst Hermann Glöckners. Das Erproben und Einbeziehen des Zufälligen und Intuitiven in das Konstruktive und die Freude am Experimentellen spielen dabei immer eine große Rolle und es ist seine besondere Leistung, den Begriff des Konkreten durch eine ihm eigene Lebenswärme ins Menschliche übertragen zu haben - in einen Bereich, aus dem trotz geometrischer und handwerklicher Exaktheit vor allem Sinnlichkeit, Poesie und in besonders persönlichen Arbeiten mitunter ein feinsinniger Humor heraus scheinen.



Die Vernissage ist am Sonntag 05.09.2010 um 11:00 Uhr. Den Eröffnungsvortrag hält Astrid Nielsen, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Skulpturensammlung der SKD.



Das Kupferstich-Kabinett der SKD zeigt vom 28.08. - 07.11.2010 die Ausstellung "Glöckner. Werke bis 1945".

Diese Ausstellung erörtert die Entwicklung seiner anfangs unbewusst vorhandenen Formsprache bis hin zu deren konsequenter Auslotung, indem sie sich auf Glöckners Werk bis 1945 beschränkt.

Zur Ausstellungseröffnung erscheint das Werkverzeichnis der Zeichnungen und Gemälde Hermann Glöckners bis 1945.

Sachsen am Meer

20.06. bis 07.08.10


Mit der Themenausstellung Sachsen am Meer vom 20. Juni bis 07. August 2010 begleiten wir den Sommer.

Die Eröffnung ist am Sonntag, 20.06.2010 um 11:00 Uhr.





Die Kunstsammlungen Gera, Orangerieplatz 1, zeigen vom 13.06. bis 19.09.2010 ihre Ausstellung -Sachsen am Meer. Strandszenen und Gesellschaftsbilder-. Dazu gibt es einen Katalog, der auch in der Galerie Döbele Dresden ausliegt und gekauft werden kann.





Im September eröffnen wir den Kunstherbst mit der Ausstellung Hermann Glöckner.

Die Galerie als Schaufenster

20.05. bis 12.06.10


Galerie Döbele Dresden

Die Galerie als Schaufenster-Verklaufsausstellung

20. Mai bis 12. Juni 2010




1913 entdeckte Marcel Duchamp in einem Schaufenster in Rouen eine Schokoladenmühle. Diese Begegnung veranlasste ihn, die Schokoladenmühle als zentrales Motiv in sein erstes Hauptwerk, das "Grosse Glas" 1915-23 aufzunehmen.

Schaufenster interessierten ihn während seines ganzen Lebens, ihn faszinierten die Überlagerungen verschiedener räumlicher Ebenen, die ein Schaufenster suggerierte oder auch provozierte. Die große Nähe von Kunst zu Konsumgütern reizte ihn, deren Trennung er oftmals als künstlich entlarvte und in Frage stellte.



Unsere Galerie zeigt sich zwischen den temporären Einzel- oder Themenausstellungen immer wieder gerne als Schaufenster, in dem Kunstwerke unterschiedlichen Couleurs von "aktuellen neuen" bis "im Archiv lange verborgenen"
vorgestellt werden.



Bis zum 12.06.2010 flanieren Sie in unserer Galerie an Werken folgender Künstler vorbei: Max Ackermann - Gerhard Altenbourg - Friedel Anderson - Eugen Batz - Carlfriedrich Claus - Hans Christoph - Martin Engelman - Erich Fraass - Johannes Geccelli - Hubertus Giebe - Hermann Glöckner - Peter Graf - Herta Günther - Angela Hampel - Ernst Hassebrauk - Josef Hegenbarth - Peter Hermann - Hans Jüchser - Ralf Kerbach - Edmund Kesting - Max Klinger - Oskar Kokoschka - Paula Lauenstein - Harald Metzkes - Richard Müller - Otto Niemeyer-Holstein - Hans Theo Richter - Wilhelm Rudolph - Wolfram Adalbert Scheffler - Helmut Schmidt-Kirstein - Karl Schmidt-Rottluff - Max Schwimmer - Fritz Schulze - Robert Sterl - Albert Wigand



Wir laden herzlich zum Besuch ein.





PS.: Die Webseite www.galerie-doebele.de ist ein erweitertes Schaufenster. Den unvergleichlichen Reiz des originalen Kunstwerks gibt es jedoch nur in der Galerie.

Igor Oleinikov-vorwärts-die neuen Bilder

14.03. bis 30.04.10


Ursprünglich war der 17.04.2010 als letzter Ausstellungstag vorgesehen. Seit der Eröffnung hat die Ausstellung einen durchweg guten Besuch. Viele Dresdenbesucher aus dem In- und Ausland kommen in die Galerie. Der gut gelungene Buchkatalog "Igor Oleinikov - vorwärts", der viel bestellt wird, macht auf die Originale neugierig.

Wir verlängern deshalb die Ausstellung bis zum 30.04.2010 und freuen uns auf einen weiterhin guten Besuch.





Malerei auf Leinwand und Papier



In den ersten Jahren seiner freiberuflichen Tätigkeit überwog im Schaffen des äußerst diszipliniert arbeitenden Künstlers zweifellos die Landschaftsmalerei. Deren suggestiv-surreale Auffassung rief bereits ein erstes Interesse bei Fachkritik, Sammlern und Galeriepublikum hervor. Rezensenten sahen in den Landschaften Oleinikovs - unterstützt durch eine raffinierte, an Alten Meistern wie Caravaggio und Tintoretto geschulten Lichtdramaturgie - imaginierte "Lichtbilder" (Vogue), eine Welt zwischen "Realität, Traum, Erinnerung" (Dresdner Neueste Nachrichten) oder eine "unwirtlich fantastische Welt" (Die Welt) erstehen.



Im Unterschied zu diesen frühen Werken ist in den seit dem Umzug nach Berlin entstandenen Gemälden und Zeichnungen das rauschhafte Rot der Landschaftsmalerei weitgehend abgedunkelten Grau- und Grüntönen gewichen. Der thematische Schwerpunkt der künstlerischen Produktion hat sich - in allegorischer Zuspitzung und in herausfordernder Melancholie - hin zur menschlichen Figuration und zu Existenzthematisierungen verschoben. In schonungsloser Direktheit geben jetzt Igor Oleinikovs Bilder "Einblicke in die Tiefen, Wandlungen und Abgründe eines kreativen Typus', der uns ansonsten zunehmend als ein über alle Selbstzweifel erhabener Erfolgsgarant in Modemagazinen, auf Kunstmessen oder anderen 'Events' erscheint." Dieser Umbruch im Werk und der durch ihn vollzogene Fokus auf die menschliche Figur wird in dem im Jahre 2008 durch die Galerie Döbele Dresden GmbH herausgegebenen, repräsentativen Buch (Igor Oleinikov: Sturm, Dresden: Sandstein Verlag 2008) auf signifikante Weise deutlich.



Seine neuen, seit dem Sommer 2009 entstandenen großformatigen Arbeiten reduziert Oleinikov mit bildhauerisch anmutender Akribie auf das Wesentliche. Zu sehen sind entrückte Gestalten in dunklen Waldszenarien. Durch die virtuose Verschmelzung von Ölmalerei und Bleistiftzeichnung wirken die monumentalen Einzelgestalten in Oleinikovs Bildern wie aus Stein gemeißelt. Der sie umgebende Wald dient als hermetischer Raum, frei von allen Zeitbezügen, Querverweisen und ironischen Brüchen.



An den geschlossenen Augen, die im Widerspruch zur Haltung/Bewegung/Gestik der Gestalten stehen, lässt sich ablesen, worauf sich der Blick von Igor Oleinikovs Malerei richtet: Menschliche Innenansichten und Visualisierung von Geisteshaltungen, die, wie Karin Thomas bereits bei früheren Werken Oleinikovs konstatiert hat, zwischen Aufbruch und Melancholie oszillieren.



Die monumentalen Bilder erfordern eine doppelte Betrachtungsweise: Aus der Distanz wirken die Gestalten kraftvoll und plastisch ausgeformt. Bei näherer Betrachtung zeigt sich Oleinikovs feingliedrige Arbeitsweise. Gesichter, Hände, Schuhe und Gegenstände sind aufgespannt von einem zarten Gewebe aus Ölfarbe und Bleistiftzeichnung. Die Gestalten scheinen einem inneren Zersetzungsprozess ausgesetzt. Pflanzenartig frisst sich partiell grelle Farbe in sie ein und widersetzt sich so der schwarz-weißen Gesamtwirkung der Arbeiten.



Igor Oleinikov besetzt mit diesen Bildern keine thematische Nische, übt weder Konsumkritik, noch nimmt er an sonstigen Diskursen des Alltags teil. Er schafft eine figurative Malerei mit abstraktem Inhalt, die sich am grundsätzlichen Mythos des menschlichen Seins auflädt. Oleinikov unterwirft seine Bilder einer organischen Formgestaltung, in der das Wesentliche in den inneren Strukturen liegt und er zeigt so, dass sich die Malerei von innen heraus erneuern kann.

Friedel Anderson - Die Elbe

17.01. bis 27.02.10


Friedel Anderson: Die Elbe - eine Malreise von der Quelle bis zur Mündung.



Vom Herbst 2006 bis zum Frühjahr 2009 reiste der Maler Friedel Anderson immer wieder die Elbe entlang. Er malte in Etappen zu allen Jahreszeiten den Fluss und seine Landschaft, seine Städte und Plätze vom Quellgebiet bis zur Mündung. Die Ernte dieser Malreisen - mehr als 160 Gemälde - macht bewusst, dass der Strom wieder, ungehindert durch ideologisch gezogene Grenzen, zu einer Deutschland und Europa verbindenden Realität wurde. Ihn säumen berühmte Stätten der Vergangenheit und Zeugnisse der modernen Welt - in ihrer ursprünglichen Natur erhaltene Gestade und Bauten des technischen Zeitalters.



Friedel Anderson hat alles, was ihm begegnete, ungeschönt und unverstellt gemalt, genau beobachtend und spontan, sicher und mit souveräner Beherrschung seines Metiers, in wechselndem Licht und Kolorit, unbekümmert um herrschende Tendenzen. Er zeigt die gegenwärtige Wirklichkeit, er verzichtet auf jede literarische oder mythologische Deutung, er führt kein Plädoyer für oder gegen Veränderungen. Der Wechsel des Bestehenden wurde vielmehr zum Stimulans seiner Malerei.



Unter den Zyklen Andersons, die seit den frühen Neunziger Jahren entstanden, gilt seine "Elbreise" als der bislang unfangreichste und anspruchsvollste. Ein Teil dieser Bilder wurde während des Herbstes in Hamburg mit unerwartet großem Zuspruch präsentiert und von der deutschen Presse einhellig gewürdigt, u.a. von der Frankfurter Allgmeinen, von Die Zeit und Die Welt. Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag widmete dem Zyklus am 3. Oktober 2009, zum Tag der Deutschen Einheit, eine eigene, umfangreiche Edition. Das im Deutschen Kunstverlag 2009 erschienene Katalogbuch "Friedel Anderson Die Elbe. Eine Malreise von der Quelle bis zur Mündung" wurde bereits in zweiter Auflage verlegt. Ein großer Teil der Gemälde fand bereits während der Hamburger Ausstellung Aufnahme in öffentliche und private Sammlungen. Die Galerie Döbele hatte jedoch schon zuvor eine Auswahl der Arbeiten getroffen, die jetzt in Dresden gezeigt werden können, insgesamt 60 Gemälde. Für Dresden radierte der Künstler zudem drei farbige Blätter. Den Schwerpunkt der Dresdner Ausstellung bilden die Ansichten von Dresden und des Elbtals vom Elbsandsteingebirge bis Meißen. Der Verlauf des jungen Flusses zwischen der Quelle und der deutsch-tschechischen Grenze und auch die übrigen Strecken der Flusslandschaft sind in Beispielen vertreten, so dass die Ausstellung die Elbe in ihrem ganzen Verlauf noch einmal sichtbar macht.



Heinz Spielmann

Intermezzi

12.12.09 bis 09.01.10


Liebe Kunstfreunde,



zwei bedeutende Einzelausstellungen markieren bei uns zum einen das Ende des Ausstellungsjahres 2009: "Ralf Kerbach. Ich" vom 07.11. - 05.12.2009, zum anderen den Beginn des Ausstellungsjahres 2010: "Friedel Anderson. Die Elbe - eine Malreise von der Quelle bis zur Mündung" vom 17.01. - 27.02.2010.



In unserer "Intermezzi" Ausstellung vom 12.12.2009 - 09.01.2010 zeigen wir in allen Galerieräumen nochmals in einer spannenden Mixtur Hochkarätiges und Interessantes aus den Ausstellungen und Messepräsentationen 2009.


Zum Besuch laden wir herzlich ein.

Ralf Kerbach. Ich - neue Bilder

07.11. bis 05.12.09


Dr. Paul Kaiser zur Eröffnung der Ausstellung "Ralf Kerbach. ICH" am 07.11.2009 in der Galerie Döbele in Dresden:



Lieber Herr Kerbach, meine sehr verehrten Damen und Herren,
vor einigen Jahren, mitten im sogenannten Hype des internationalen Kunstmarktes, klebten verkaufstüchtige Galeristen unter die Hinweisschilder zu ihren Ständen das Etikett "New German Art". Diese informelle Form der Streckenführung, etwa auf der New Yorker Kunstmesse "Armory Show" oder dem Ableger der "Art Basel" in Miami, war als Kundendienst für die zahlungskräftige Klientel gedacht - immerhin bewegten die US-Amerikaner bis zur Finanzkrise fast 70 Prozent der weltweiten Umsätze im Kunstgeschäft. Der Dienst am Kunden, der bei Tageslicht besehen oftmals jedoch nur ein Etikettenschwindel war, da sich auch Urheber figurativer Malerei aus Holland oder Polen nun plötzlich Germania zuwandten, zahlte sich aus - die frische Ware aus der vermeintlich deutschen Ateliers verkaufte sich wie geschnitten Brot.



Ralf Kerbach war in diesem Prozess auf paradoxe Weise sichtbar unsichtbar. Einerseits gehörte er als einflussreicher Hochschullehrer, Mentor und kollegialer Partner für seine einstigen Studenten, unter ihnen etwa die zu neuen Stars des Kunstmarktes ausgerufenen Frank Nitsche und Eberhard Havekost, zum globalen Phänomen der Neuakzeptanz einer lange Zeit totgesagten Malerei. Auch wenn die Logik des Marktes die maßgeblich durch ihn geleistete Kärrnerarbeit an der Dresdner Akademie oft unter das Label Leipzig subsumierte. Andererseits waren seine eigenen Werke auf den Podien des Marktes unverfügbar - nicht aus Gründen der Resignation oder Askese, sondern schlicht deshalb, weil für Künstler seiner Generation im Osten Deutschlands keine Galerie existierte, welche auch nur die Chance einer Lizenz für die Beteiligung an diesen für den Kunstzirkus so eminent wichtigen Leitmessen bekam. Das kapitalistische Prinzip einer prinzipiellen Zugänglichkeit zu den Märkten erweist sich als Popanz, wenn selbst deutsche Kunstmessen, wie die Art Cologne, Maler aus dem Osten abwehren mit hanebüchenen Argumenten, mit denen ein Kunstgeschichtsstudent durch die Zwischenprüfung fallen würde.



Doch die Zeiten ändern sich und derzeit sind die Bilder von Ralf Kerbach gut platziert, wenn man diesen Sachverhalt im Marketingdeutsch festhalten mag. Wer etwa durch die große Ausstellung "Kunst und Kalter Krieg" im Deutschen Historischen Museum in Berlin läuft, die im letzten Jahr im County Museum in Los Angeles begann und erstmals beide deutsche Nachkriegskunstgeschichten mit Gewinn und ohne größere Schmerzen integriert, kommt an Kerbach nicht vorbei. Und das soeben erschienene opus magnum des Kunsthistorikers Eckhart Gillen beginnt seine Lektion mit einem Werk des 1956 in Dresden geborenen Künstlers - mit dem 1984 gemalten und im Besitz der Berlinischen Galerie befindlichen Ölbild "Der Zwilling". Es zeigt die beiden deutschen Teilstaaten als embryonenhafte Gestalten, welche Rücken an Rücken durch ein Koppelschloss aneinander gefesselt sind. Aber auch in unserer Stadt sind wichtige Bilder des 1982 ins paradoxe deutsch-deutsche Exil gegangenen Dresdners teilweise erstmals zu sehen - innerhalb der Ausstellung "ohne uns!" werden in der Motorenhalle Bilder gezeigt, die in der legendären Malstrom-Ausstellung der aus Dresden in den Westen übergesiedelten Künstler im Westberliner Haus am Waldsee zu sehen waren.



Nun also die Galerie Döbele. Wer die schöne Einladungskarte im Kasten oder im email-Fach fand, der sah sich mit dem Gemälde "Die Leiter" (2009) konfrontiert, das neugierig macht auf den erklärenden Kommentar. Wir sehen ein professorales Quartett aus der Hochschule für Bildende Künste. Auf der Leiter stehend, im Harlekinkostüm des Wahrheitssprechers, die Trompete zum Verkündungsstoss ansetzend, kann der Künstler selbst mit einiger Wahrscheinlichkeit vermutet werden, obgleich die herausgehobene Situation, das heroldhafte Besetzen des höchsten Punktes diese Interpretation in Frage stellt - denn Kerbach agiert seit seiner Berufung als Malereiprofessor nicht als Sprecher einer Fraktion, sondern eher als Anwalt seiner Studenten, über deren Erfolg wir ja bereits im Bilde sind. Am Fuße der Leiter steht ein anderer ostdeutscher Gewährsmann mit der selbstbewusst vorgezeigten leuchtenden Lizenz der Erkenntnis - der Leipziger Lutz Dammbeck, Maler, Grafiker, Filmemacher, der in den 1980er Jahren mit seinem intermedialen Herakles-Projekt für Furore sorgte und 1986 die DDR verließ. Linksunten am Bildrand ist Peter Bömmels abgebildet, mit der Mundharmonika, der als Mitbegründer der Kölner Künstlergruppe Mühlheimer Freiheit einer der wichtigsten Akteure der "Neuen Wilden" war. In zentraler Position schließlich Ulrike Grossarth, im schweren deutschen Mantel der Geschichte, deren NS-Runen der Künstler nach dem Druck der Einladungskarte noch ins Symbolhafte gesteigert hat.



Dieses Quartett wirft Fragen auf - nicht nur nach der musikalischen Qualität der Darbietung. Auch nach den Motiven ihrer Gemeinschaft, nach dem Konsens des künstlerisch so weitab voneinander abgelegenen Ästhetiken und Lebensstilen. Das zentrale Bild dieser Ausstellung ist keine Persiflage auf einstmals wilde Kunstkämpfer, die nun, nach midlifecrisis und Hochschulberufung, mit den revolutionären Affekten kokettieren. Nein, in diesem Bild, finde ich, steckt nur ein ganz wenig Ironie. Es sind die Dresdner Verhältnisse, die den Maler dazu bringen, sich derart ins Zeug zu werfen, ganz gegen seine Abneigung gegen Wortführerschaften und Petitionsdramaturgien.



Andererseits hat diese Ausstellung einen programmatischen Titel - sie heißt schlicht ICH. Ein Schlüsselbild für diese Wahl existiert nicht, es sind die Facetten welche die Belege liefern - unspektakuläre Figurationen aus dem elementaren Nahbereich. Globalisierte Sujets fehlen gänzlich, es sind die Alltagsbeobachtungen, die den Künstler zum Notat und zur Ausführung reizen. Ein Portemonai, ein Tankwart, ein archteypischer Dresdner (mit Barret und verkniffenen Mundwinkeln) an der Haltestelle. Aus den Bildern des Erschreckens über die Verwerfungen der deutschen Geschichte, über das Rumoren des Verrats in den eigenen Reihen und das bleischwere Grau der Nachkriegsgeschichte hat sich ein Staunen entwickelt - über den Einbruch des Sommers, weiblicher Blüte und den Sozialtyp des Touristen, den Kerbach gleich mehrfach auf die Leinwand gebannt hat. Was davon ist ICH, was hat dies mit der programmatischen Losung einer Radikalindividualisierung zu tun?



Wenn man nach einer Erklärung sucht, dann ist es diese: Kerbach (und davon künden seiner Bilder in dieser kleinen aber feinen Überblicksausstellung) ist der letzte wirkliche Dresdner Maler in der Dresdner Akademie. Was derzeit an ihrem hassgeliebten Schwesterninstitut, der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, zu einer schwerwiegenden Krise führt, hat sich in den letzten Jahren auf der Brühlschen Terrasse für die Öffentlichkeit fast lautlos zugetragen - die Marginalisierung der Malerei. Ein Seitenkommentar dazu liefert der Künstler selbst, wenn im Bild "3 mal täglich" drei Animateure auf der Brühlschen Terrasse den toten Siegfried Klotz auf Händen tragen, der auch deshalb starb, weil man ihm sein Professorenatelier, das ihm mehr war als Heimat und Schaffensraum, mit dem Erreichen des Pensionsalters gegen alle guten Gepflogenheiten gekündigt hatte. Seit seinem Tod ist seine Professur unbesetzt geblieben - auch so kann man ein Vermächtnis in Frage stellen.



Kerbach ist aber auch der einzige Maler an diesem einstmals so vitalen Haus, der gegen das völlige Verschwinden der Königsdisziplin angeht. Und er ist der Einzige, dem man zutrauen mag, aus einer verbeulten Trompete einen Signalstoß zu entlocken. Einen Signalstoß, der dann hoffentlich mehr als die versprengte Schar aufrechter Professoren auf den Brühl zu locken vermag.

Eugen Batz-Vom Bauhaus zur Meisterschaft

26.09. bis 31.10.09


Der Wuppertaler Eugen Batz (1905-1986) gehört zu jenen Künstlern, die dem Bauhaus entscheidende Anregungen verdanken, zugleich aber ein eigenes künstlerisches Profil herausbilden konnten. Nach einem Studium an der Kunstgewerbeschule Elberfeld war er von 1929 bis 1931 Student am Bauhaus in Dessau (u.a. bei Wassily Kandinsky, Paul Klee und dem Fotografen Walter Peterhans). 1931 folgte er seinem Lehrer Paul Klee an die Kunstakademie Düsseldorf, wo er dessen Meisterschüler wurde. In der Nachkriegszeit gehörte Batz zu den prominentesten Vertretern der informellen Malerei und nahm 1959 mit drei Gemälden an der documenta II in Kassel teil. Zahlreiche Reisen durch Südeuropa und Nordafrika inspirierten ihn ab den 1960er Jahren zu immer neuen Bildserien.

Von Innen nach Außen II

15.08. bis 19.09.09


Von Innen nach Außen II - Beispiele aus dem Galeriebestand

15. August bis 19. September 2009



Neben unseren temporären Programmausstellungen gibt es ständig "Neues" an Einzelwerken von Künstlern und Künstlernachlässen.

Vor zwei Jahren, am 8.9.2007, starteten wir die erste Ausgabe "Von Innen nach Außen", die Resonanz übertraf unsere Erwartungen. Ermutigt durch diesen Erfolg eröffnen wir mit der zweiten Ausgabe unser Herbstprogramm 2009.



Viele Kunstwerke dieser Verkaufsausstellung finden Sie auf der Webseite K u n s t h a n d e l - K ü n s t l e r, die Webseite G a l e r i e - K ü n s t l e r ist den Künstlern mit Einzelausstellungen vorbehalten.





Kunstmesse ART.FAIR 21 in Köln 29.10. - 01.11.2009.

Wir stellen aus - Vernissage am 28.10.2009 - für Vernissagenkarten schicken Sie uns eine e-mail.




Kunstmesse COLOGNE FINE ART & ANTIQUES in Köln

18. - 22.11.2009.

Wir stellen aus - Vernissage am 17.11.2009 - für Vernissagenkarten schicken Sie uns eine e-mail.


Helmut Schmidt-Kirstein - Herr und ...

02.05. bis 11.07.09


Helmut Schmidt-Kirstein

Herr und Bohemien in schwerer Zeit

2. Mai bis 11. Juli 2009




Rede zur Eroeffnung der Ausstellung
"Helmut Schmidt-Kirstein - Herr und Bohemien in schwerer Zeit" gehalten von Dieter Hoffmann am 02.05.2009 in der Galerie Doebele Dresden



Er erschien wie ein junger Gott, als er die Szene betrat, die Dresdner Kunstszene.

Gutaussehend, strahlend, blond, sicher, klug, liebenswuerdig, ein Schwarm der Frauen und ein Freund der Freunde.

Helmut Schmidt-Kirstein!

Man muss ihn sich aeusserlich vorstellen wie im Westen Ernst Wilhelm Nay, auch der gutaussehend, blond. Beide gehoerten ungefaehr derselben Generation an, wiewohl Schmidt-Kirstein, 1909 geboren, und Nay, 1902 geboren, sieben Jahre voneinander trennten. Schon fuenf Jahre, so habe ich das in meiner Jugend selbst erlebt, sind eine enorme Spanne, die einer dem anderen voraushaben kann.

Wie verschieden die Wege.

Die Klientel der (west)deutschen Grossindustrie, auf die Nay sich stuetzte, wuerde zu Kirstein nie und nimmer gepasst haben. - Er hatte Freunde, das Ehepaar Rassmann, das Ehepaar Glueck, und andere, die ich nicht alle nennen kann.



Also: Helmut Schmidt-Kirstein - oder einfach nur Kirstein, wie er von den Freunden genannt wurde, Schmidt-Kirstein also erschien wie ein junger Gott auf den ersten Dresdner Kunstaustellungen in der Truemmerstadt nach dem zweiten Weltkrieg, so in der Kuenstlervereinigung "der ruf", mit Edmund Kesting, Hermann Gloeckner, Hans-Heinrich Palitzsch, Karl von Appen, Erna Lincke, Hans Christoph... Und stark auch auf der ersten und auf der zweiten noch gesamtdeutschen Kunstausstellung, die in D r e s d e n , der Kunststadt, veranstaltet wurden, 1946 und 1949.

Er war heimgekehrt aus Italien, wo er zuletzt den Krieg mitgemacht hatte. Und er brachte eine Fuelle von Eindruecken. Was hat er da noch alles gesehen, Frauen am Brunnen, mit Kruegen im Arm, Spindeln in der Hand, eine archaische Welt. Wenige Jahre vorher hatte die Dresdner Malerien Elisabeth Ahnert - wie Kirstein aus dem saechsischen Erzgebirge - die Toskana erlebt, eine rosafarbene Ackererde, Gespanne der weissen, breitgehoerten Ochsen, die es so nicht mehr gibt (Kirstein hat ein solches Ochsengespann in einem Holzschnitt um 1946 festgehalten
das Blatt gehoert - leider oder gottseidank - der Staedtischen Galerie Albstadt). Kirstein malte Szenarien, monumental u n d zart. Nie einander stoerende Menschengruppen; sein Blick ging aufs Individuum. Er malte Maedchen und Frauen, Maedchen und Frauen. Maenner als Motiv interessierten ihn nicht. Und er malte Stilleben. Stilleben am Fenster. Es ist ja ein menschlicher Zug ueberhaupt: das Fenster zum Altar zu machen, zum konfessionslosen Haus- und Privat-Altar. Bei der Masse der Menschen geraet das, so ruehrend es gedacht sein mag, meist kitschig, kleinbuergerlich schoen-sein-sollend haesslich, ich will da nicht in Einzelheiten gehen.

Ganz anders nun bei Schmidt-Kirstein: das sind Altaere der Sehnsucht. Fensterbilder hatten in der Romantik ihre grosse Bedeutung, bei Georg Friedrich Kersting, bei Moritz von Schwind... Sie werden bald, meine Damen und Herren, auf der Carl-Gustav-Carus-Ausstellung eines der schoensten Fensterblder der Dresdner Romantik sehen: die "Kahnfahrt auf der Elbe" von 1827: Ein wie ein Pavillon ueberdachter Elbkahn faehrt auf die Silhouette der Stadt zu, dem Ziel der Verheissung entgegen - die spitze Ueberdachung des Bugs erscheint als grosses Fenster.

Schmidt-Kirstein stellte Pinselvasen, Petroleumlampen, Kruege, Kannen, Flaschen, Mohnkapseln, Fruechte auf die Fensterbank und steckte sich so ein wundervolles Revier ab.
Zum Typus Fenster kam der Typus Turm. Bei Kirstein dergestalt, dass er die Flaeche eines schmalen Tisches nach oben "kippte", so dass aus der Aufsicht ein gegenueber wurde. Kirsteins "Turm der Gefaesse" auf einer kleineren Lithographie erscheint auch auf der grossen Batik, hier nahebei zu sehen. - Franz Marc malte den hochberuehmten "Turm der blauen Pferde", Robert Delaunay in neuester "Gotik", wenn man so sagen will, mehrmals den Pariser Eiffelturm, Max Ackermann mit grosser Freude seine Serien abstrakter "Farbtuerme", Oskar Schlemmer staffelte den aufrecht stehenden Menschen zum "Turm". In aller Munde von Kunstfreunden sind die Fensterbilder, die der Bauhaus-Kuenstler Schlemmer zur Zeit der Inneren Emigration der NS-Zeit gemalt hat. Aus-Blicke, kleine Pretiosen des Trostes. Auch bei Schmidt-Kirstein wird dem Kundigen ein Moment der inneren Emigration erkennbar - nun der zweiten Inneren Emigration. Ihm mochte Mignons Lied im Herzen klingen: "Dahin, dahin, moechte ich o mein Geliebter ziehn."
In diesem grossen Zusammenhang - Romantiker und Oskar Schlemmer - duerfen wir Schmidt-Kirsteins Fensterbilder sehen.

Er hat ausschliesslich die Schoenheit gemalt, selbst wenn die Blumen muede und welk sind. Das Haessliche und Hassenswerte der Welt, das ja im Uebermass existiert, schob er beiseite. Der die Sinnlichkeit lebte, war niemals obszoen.



Wenn wir genau sein wollen, finden wir, dass Schmidt-Kirstein schon in der ersten Inneren Emigration - so will ich das einmal nennen, also in der Zeit unterm Nationalsozialismus - zur Dresdner Kunstgeschichte gehoerte, aber damals als einer unter anderen, noch nicht als d e r , der er werden sollte und nach 1945 schlagartig geworden war.

Hochbegabt hatte er schon 1929, zum Abschluss seiner Schulzeit in Zwickau, im Treppenhaus seines Gymnasiums ausstellen duerfen. Da lagen seine zwei fruehesten- und wohl einzigen - Radierungen bereits zwei Jahre zurueck, kleine Blaetter des Achtzehnjaehrigen: eine heimische Industrielandschaft und eine Ostseelandschaft (er liebte die Ostsee).

Also Schueler des Dresden-Malers Fritz Beckert, der selbst Schueler von Gotthardt Kuehl gewesen war, stand Kirstein bis zur "Stunde Null" in der Tradition, was er ausstellen konnte, war noch ein wenig brav, wiewohl es insgeheim in ihm gaerte, sonst haette Beckert ihm nicht - halb anerkennend - zugerufen "Sie malen ja wie der Teifel!" Kirstein hatte immerhin schon waehrend der endenden Zwanziger Jahre im Zwickauer Koenig Albert-Museum und bei der Lektuere von Kunstbuechern Gelegenheit genommen, sich mit den deutschen Expressionisten der Dresdner "Bruecke"-Gemeinschaft und mit Picasso auseinanderzusetzen, auch wenn er noch nicht gewagt hatte, in diese Fussstapfen zu treten. Da sollte sich viel aufstauen.

Als der Kuenstler Mitte der Fuenfziger Jahre Wohnung und Atelier im Loschwitzer Kuenstlerhaus fand, huldigte er auch der Freiheit vom Bildgegenstand - das war auch eine Freiheit in einem unfreien Land - und entsprechend verpoent. Dann malte er die Serie der "Vergitterten Gaerten", er sah realiter die Rueckseite des Kuenstlerhauses hangartig abschliessend, aber mit dem inneren Auge auch die Metapher fuer mehr, fuer vergittertes Leben und doch immer noch schoen, durch gute, kultivierte Malerei.

Was als "abstrakt" galt, waren Zeichen, Erfindungen, Inventionen. Es kann da sogar geschehen, dass Formenspiele in reale Szenen eingebettet sind, wie bei den Alten Meistern. So habe ich selber das erst gestern entdeckt: eine freie Fibelform im Buschwerk des Aquarells "Altes Haus" von 1971 - und eine aehnliche Form skripturaler Schwuenge in einer Monotypie "ohne Titel" aus dem Jahr 1959. Ob die Galeristen beide Arbeiten intuitiv einander benachbart haben oder in kunstpaedagogischer Absicht, habe ich noch nicht gefragt - das eine waere so richtig wie das andere.



Kirsteins Monotypien, meist grossformatige Blaetter, wie Gemaelde, die Formen manchmal herausgekratzt, bilden ein reiches figurales Repertoir, ja ein figuerliches, wenn auch nicht eines der menschenbildlichen Figuration. Zu den festen, vegetabilgeometrischen Formen gesellen sich wie eben gesagt, lineare Gebilde. Zu den wenigen geometrischen Formungen hat gewiss der nachbarlich verehrte Hermann Gloeckner die Anregung gegeben, waehrend die kirsteinschen Schwingungen aus der eigenen Handschrift sich entwickelt haben, mit ihr kongruent sind.

Es waere toericht, zu fragen, ob Kirstein ein Mann der Farbe oder der Linie war. Das gehoerte zusammen wie Leib und Seele. Er hatte eine schoene, nicht geschoente Schrift, eine freie, melodische, massvolle. Eine von mir ein wenig mit-kuratierte Ausstellung des Schlossmuseums Murnau, von dem aus Dresden stammenden Architekten Walter Henn erdachte und zum groessten Teil aus seinen Sammlungen bestueckt, stellte Handschriften und Zeichnungen - "Von Caspar David Friedreich bis Beuys und Penck" - einander gegenueber. Das muesste speziell mit Schmidt-Kirstein nachgeholt werden. Lassen Sie sich, meine Damen und Herren, bei Gelegenheit von Frau Doebele den einen oder anderen charmanten Brief des Kuenstlers zeigen. Schmidt-Kirstein ist einer der sensiblesten deutschen Lithographen seit dem Expressionismus. Fritz Loeffler ruehmte ihm nach, dass Schwarz "eine Farbe ist", ein Phaenomen, das man in der Malerei von Frans Hals, von Edouard Manet kannte. Nun im Stein.



Riesige Formate lagen ihm nicht, dass er als Soldat in Italien, in Pavia, einmal das Refektorium des Klosters ausmalte, blieb eine Ausnahme; auch malte er da mit Pastellkreide.

Ein Bild auf Stoff, 170 x 158 Zentimeter, ist fuer Kirstein besonders, terracottafarben, vereint es diverse seiner Motive wie Inseln auf dem Grund, Es gilt mit recht als ein Hauptwerk seiner Arbeiten auf Stoff und wird hier "Erinnerung an Italien" genannt.

Der Kuenstler neigte auch zur Miniatur, zeichnete auf winzige Blaettchen Karton. Vielleicht kannte er Adalbert Stifters Vorrede zu den "Bunten Steinen", wo es heisst: "Die Kraft, welche die Milch im Toepfchen der armen Frau empor schwellen und uebergehen macht, ist es auch, die die Lava in dem feuerspeienden Berge hinabgleiten laesst. Nur augenfaelliger sind diese Erscheinungen und reissen den Blick des Unkundigen und Unaufmerksamen mehr an sich..."

Ganz aufmerksam war Gerhard Kettner, als ich ihm die Notiz von Gaston Bachelard mitteilte: "Die Miniatur ist ein Fundort der Groesse". Schmidt-Kirstein selber nannte diese perfekten Kunstwerke in generoeser Bescheidenheit seine "Floehe" und bewahrte sie in einem alten Koerbchen auf, in dem die Freunde "wuehlen"durften.



Helmut Schmidt-Kirstein war ein Italiendeutscher, wie im Westen Hans Purrmann, Eduard Bargheer, Max Peiffer-Watenpuhl, Werner Gilles, wie der Berliner Werner Heldt, der sich auf Ischia begraben liess. Heute ist Volker Stelzmann der kenntnisreichste Italiendeutsche unter den Malern der Leipziger, jetzt Berliner, ist - ich sage das gerne - in Dresden geboren. Das praegt! Dresden war ein guter Naehrboden fuer die Italiensehnsucht, fruehzeitig hatte Oskar Kokoschka seinen Schueler Joachim Heuer ein Reisestipendium fuer Italien gegeben, Johannes Beutner hatte dann den Rompreis erhalten, Otto Dix hat die Katakomben von Palermo besucht, sein Schueler Ernst Bursche im Alter Ischia genossen. Die Reihe liesse sich fortsetzen. Hans-Joachimn Neidhardts Aufsatz in den Heften des Dresdner Geschichtsvereins ueber das Thema sei Ihnen an dieser Stelle herzlich empfohlen.

Aber zu Italien kommt bei Schmidt-Kirstein auch Frankreich, kommt die Ostsee, kommt die Lausitz. Das alte Bischofswerda war ein Gluecksort seit vielen Jahren. Kirsteins Aquarelle, die Sie hier sehen, sind Bilder der Lausitz, der Kirsteinsche Garten in allen Jahreszeiten, mit Himmelsstimmungen, Morgenrot, Abendrot, Baumwerk expressiv-fauvistisch wie bei Maurice Vlamick und/oder hingehaucht in einem neuen Japonismus. Scheinbare Widersprueche werden harmonisiert.



Seine Stilleben waren, wenn nicht Blumen, gern Sonnenblumen und Binsen, ganz einfache Kuechenstilleben, gruene Gurken, Paprikaschoten, Zwiebelen, Kartoffeln, Pilze. Wie Ernst Hassebrauk malte er, was er ass, ein doppelter Genuss, aber er hat, anders als Hassebrauk wohl nie Weintrauben, auch nie Rosen gemalt, die waren ihm zu luxurioes; Bananen, Pampelmusen, Ananas liess er vertrocknen, um sie nass in nass in Wasserfarben wieder zu erwecken. Gern malte er Fische - Ostsee-Remniniszenzen, Heringe, Raeucherfische, als waere er ein alter Hollaender. Von Vincent van Gogh gibt es einen praechtigen Raeucherfisch, wie des vermeintlichen Rembrandt "Mann mit dem Goldhelm". Kirstein eiferte ihm goldsuchend nach.



Er war ein Urfreund fuer mich, wie Goethe das nannte; die 25 Jahre Altersunterschied spuerte keiner von uns beiden.

Nach dem Leiden und Tod seiner Frau Ursula wollte er nicht mehr malen und zeichnen. Ein einziges mal noch konnten wir, meine Frau und ich, ihn bewegen, drei kleine Zeichnungen in Moritzburg aufs Papier zu bringen, filigran, mit zittriger Hand.

Ja, Ursula, sie war naechtlich belesen, hatte etwas von Else Lasker-Schueler, selbst als Kuenstlerin ausgebildet, einst Schuelerin von Constantin von Mitschke-Collande, einem Kuenstler der Dresdner Sezzession.

In vielen Aquarellen und Zeichnungen hat er Ursula verehrt, wiewohl er sich in ihnen auch durchaus polygam austobte, denn dazu ist die Kunst ja auch da.

Sogar das Erotikum der Chiantiflaschen hat er viel variiert. Die Chiantiflasche ist androgyn, eine weibliche Brust und ein Phallus. Betrachten sie die faszinierende Zeichnung, wo die Frau den Flaschenhals umklammert haelt.

Die Nackte auf dem Titelbild der Einladung zu dieser Ausstellung, meine Zuhoerer, ist Ursula, auch wenn die Frisur die der aegyptischen Koenigin Kleopatra ist. Ueberhaupt ein geniales Blatt: Der sich waelzende Koerper ist vorn und hinten zugleich, ein Liebender wuesste nicht, wo zuerst hinfassen; der alte Picasso hat solche Abenteuer erfunden. Ein Kuenstler von "ueberstroemender Sinnlichkeit" wurde Schmidt-Kirstein von Fritz Loeffler genannt. Aehnlich sinnlich erlebbare Maedchen, voller Linienzauber, zeichnet heute in Dresden, wohl ueberhaupt in ganz Deutschland, nur noch einer: Hubertus Giebe.

Die Maedchen auf Kirsteins Lithographien der fruehen Nachkriegsjahre - italienische Maedchen - sind sanft und rein, geradezu madonnisch. Wir wissen, dass Italiens Renaissancekuenstler gern ihre Geliebten zu Modellen fuer die Madonna erhoben. Hier ist ein aehnliches Prinzip verwirklicht. Und selbst das Maedchen mit den schwarzen Struempfen ist nicht frivol, dagegen koennte des Parmigianino "Madonna mit der Rose" in der Dresdner Galerie Alte Meister schon zu gewagt erscheinen.

Merkwuerdig ist, dass eine fulminaten Erotik - wie in dem Aquarell der Ursula/Kleopatra, es heisst hier "Liegende auf altem Sofa" - recht eigentlich erst in spaeteren Jahren greift: Sexus wird imaginiert.



Wie sah Schmidt-Kirstein aus? Edmund Kesting hat ihn fotografiert, Ernst Hassebrauk hat ihn gezeichnet, und Kirstein selbst hat sich in einer seiner Kugelschreiber-Miniaturen als Selbstbildnis der Nachwelt hinterlassen...

Meine Damen und Herren, wir nehmen heute die Feier von Schmidt-Kirstens 100. Geburtstag - 5. November - vorweg und feiern. Real nach dem Kalender ist heute der Geburtstag zweier Dichter, Novalis und Gottfried Benn. Das reizt mich, ein paar Zeilen aus einem Gedicht von Benn zu zitieren:
"O Blond, O Sommer dieses Nackens, o diese jasmindurchseuchte Ellenbeuge.." Ueberstroemende Sinnlichkeit. Da wird es gleichgueltig ob blond oder schwarz. Ob Aquarell oder Lithographie.



Ein Fest! Ein Fest! Wir feiern, waehrend in Amerika und in Berlin Ausstellungen obrigkeitlich gefoerdert und beweihraeuchert, Kunstgeschichtsfaelschung betrieben wird. Nun denn, die Ausstellung der privat initiierten Galerie, in der wir uns heute befinden, ist museumswuerdig. Derlei ist fuer mich immer ein Massstab, museumswuerdig mit dem, was sie zeigt, und museumswuerdig mit dem, wie es gezeigt wird: Ein Raum mit Aquarellen in dem ich mich gerade befinde, einer mit Lithographien, einer mit Zeichnungen, einer mit Monotypien. Auch einige wenige kleine Gemaelde sind als Akzente gesetzt.

Als die Einladung zu dieser Ausstellung gedruckt wurde, stand die Galeristin in der Druckerei und verglich ueber Stunden hin die Genauigkeit der Farben. Ihr war, als stuende Schmidt-Kirstein hinter ihr. Wahrlich, die Ausstellung, der liebende Umgang mit seiner Kunst verlebendigt ihn. Er ist unter uns.

Reihe Skulptur - Dialog 1 - Michael Schoenholtz + Rolf Szymanski

21.02. bis 18.04.09


Reihe Skulptur - Dialog 1: Michael Schoenholtz und Rolf Szymanski



Michael Schoenholtz

Das Figürliche als gemeinsames Herkunftszeichen zweier fast Wand an Wand arbeitender Bildhauer bleibt als Generalnenner zu blass. Doch in die Bezirke dreidimensionaler Kunst, die man überhaupt noch als zur Bildhauerei gehörig bezeichnen kann, hat sich ein Begriff eingeschlichen, der das Wort Figur verbalisiert: Figuration. Die als Skulptur verdichtete Materie setzt sich zur menschlichen Realität in Bezug, setzt sich "figurierend" auseinander damit, verharrt in problematischem Abstand dazu, antwortet eigener Herkunft, ohne sich ihr phänomenal unterzuordnen.

Leuchtender mediterraner Marmor ist es bei Michael Schoenholtz, im Wechsel mit lichtabsorbierendem Sandstein, Muschelkalk, schwarzer Basaltlava, worin sich ihm die Form verdichtet als Antwort auf die Faktizität der Welt, auf das Chaos der Erscheinung, dem er höchstens Ansätze zur Form zubilligt - aber nicht mehr. Form ist ihm ein Begriff der Kunst. Sie steht ihm als "Maß gegen das Ungemessene". Darin gehört er - ohne jeden Klassizismus - in griechische Tradition. In hellenischer Kunst war es so: Tempel und Figur stehen als Form in der Welt des dämonisch Gestaltlosen. Sie konzentrieren Landschaftliches in Bau und Figur. Erst Figur deutet mit Maß und Form das Chaos des "Ungemessenen". Nur dass es sich heute nicht mehr um mythologische Kommentare zu Welt handelt.



Die Skulpturen von Michael Schoenholtz, bald an Säule, Pfeiler, Architektur, bald an menschliche Gestalt oder ihre Fragmente erinnernd, antworten dem Gestaltlosen ("ohne Chaos keine Figur" hat Schoenholtz einmal gesagt), aber nicht als geometrisch abgezirkelte Formeln. Wohl sind sie autonom, sie selbst. Doch indem sie "figurierend" Menschlichem sich nähern, fühlt man ihr stummes Echo auf unsere Lebenswirklichkeit; und dies umso mehr, je mehr sie ins Format der Lebensgröße kommen. Sie sind wie von innen gefühlte, leiblich geregte skulpturale Gegenstände von geschmeidiger Lebendigkeit, sind rational gegliedert, doch atmend, geordnet, aber übergreifend bewegt, abstrakt, gleichwohl organischem Sein verwandt. So gehen sie "stumm und unbegreiflich in uns hinüber". Mit diesen Worten hatte es einst Herder, der Begründer neuzeitlicher Skulpturenästhetik, von "Plastik" erwartet.



Heiner Protzmann





Rolf Szymanski

Der Bildhauer Rolf Szymanski ist Menschenbildner. Seit über 50 Jahren. Dabei ist es sehr charakteristisch für sein künstlerisches Denken und seine Arbeitsweise, eine bildhauerische Idee zunächst im recht kleinen Format zu realisieren, sie dann über einen manchmal sehr langen Zeitraum weiter zu verfolgen; sie wieder und wieder aufzugreifen, zu verwandeln, neu zu durchdenken, sie wachsen und reifen zu lassen.

Seine Arbeit ist ganz zeitgenössisch von der Suche nach der offenen, erst entstehenden Form geprägt, deren Wandlung auch im abgeschlossenen Werk ganz prozesshaft sichtbar bleibt, sehr bewusst als ein dauerhaft noch nicht Fertiges, ewig Werdendes. Wie im Leben zeigt sich in der plastischen Gestalt bei Szymanski stete Veränderung, ständiges Wachstum und unaufhaltsames Vergehen. So gelingt es ihm, gerade in dieser für die Bildhauerei sehr ungewöhnlichen Form des nicht Vollendeten die Unsicherheit des Menschen, die Ungesichertheit der Existenz, die lebensumspannende Fragwürdigkeit als Sinnbild aufzuheben. Das Drama dieser Erfahrung übersetzt Szymanski in sehr aufgewühlten Ausdruck. Die Figur ist aus organisch schwellenden Volumen zusammengefügt, deren schrundig aufgerissene Oberflächen mit Kerben, Höhlungen und Brüchen wie mit gewaltsamen Verletzungen übersät sind. Alles ist Fragment, Bruchstück, Halbheit, besteht aus Teilen eines verlorenen Ganzen, die sich im Kunstwerk in der Erinnerung an frühere Ganzheitlichkeit erneut zusammen fügen. Denn die Hoffnung ist nicht verloren und findet in seiner Plastik zu neuer, bewegter und bewegender Gestalt.



Jörn Merkert

Erich Heckel

08.11.08 bis 07.02.09


Mit Bleyl, Kirchner und Schmidt-Rottluff gehörte Erich Heckel (1883 - 1970) zu den Begründern der
Dresdner Künstlergruppe "Die Brücke", die zwischen 1905 und 1913 mit ihren Farb- und Formausbrüchen
zum Höhepunkt der expressiven Strömung in der europäischen Kunst vor dem 1. Weltkrieg werden sollte.
Aber nicht nur, dass sich Heckel künstlerisch voll einbrachte, sei es beim legendären 10-Minuten-Akt oder
den gemeinsamen Aufenthalten mit Kirchner und Pechstein an den Moritzburger Teichen 1909/1910, vor
allem war der Künstler auch der Geschäftsführer der "Brücke".

Umfassend beleuchtete dies alles die große "Brücke"-Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen
Dresden 2001/02. Begleitet wurde die Schau vor Ort von der Galerie Döbele, die dazumal neben anderen
auch einige Arbeiten Heckels zeigte. Ursprünglich aus Ravensburg und Stuttgart stammend, seit 1996 in Dresden
ansässig, gehört die Galerie Döbele, zu jenen Häusern, die in mehr oder weniger großem Umfang Werke des Künstlers
in ihrem Programm haben.



Diesmal nun ist es der Dresdner Galerie gelungen, eine rund 50 Blätter
umfassende Ausstellung - Zeichnungen und Aquarelle, zusammenzustellen. Liegt der Schwerpunkt der
Schau auch auf dem Schaffen ab 1925, so gibt es doch eine kleine Gruppe von rund zehn, hauptsächlich
1910 geschaffenen Blättern, die in ihrer zeichnerisch-skizzenhaften Prägnanz - es handelt sich um Porträts
und Artistendarstellungen, aber auch "Zwei Mädchen" - gewissermaßen dem Höhepunkt der Phase der
Kreation des "Brücke"-Stils zuzuordnen sind.

Wenn sich auch die Wege der Künstler 1913 als Gruppe trennten, so hinterließen vor allem die Erlebnisse
des ersten Weltkrieges bei allen tiefe Narben, die sich teils durchaus im künstlerischen Schaffen
niederschlugen - nicht zuletzt bei Heckel. Dieser hatte die vier Jahre Kriegsdienst in einer Sanitätskompanie
in Flandern zugebracht, in der zahlreiche Kunst- und Kulturschaffende dienten, und wo er mit dem Kreis um
Stefan George in Berührung kam. Hatten ihn die revolutionären Ereignisse 1918/ 1919 auch zunächst in
Berlin in den Arbeitsrat für Kunst und die Novembergruppe geführt, wovon er sich bald enttäuscht abwandte,
suchte er nun erst recht eine stärkere Anbindung an den George-Kreis. Wurde ihm die - vor allem eine
Begegnung mit George selbst - auch verwehrt, so blieb die geistige Anziehung. Sie gipfelte 1922/23 in einer
großflächigen Wandmalerei im Erfurter Angermuseum, dem einzigen bis heute erhaltenen baugebundenen
Werk eines vormaligen "Brücke"-Mitglieds.
Verbunden mit dieser geistigen Orientierung war formal ein sachlicherer, farblich zurückgenommener,
verhaltener Stil. Inhaltlich bedeutete sie eine verstärkte Hinwendung zur Landschaft - jener bleibenden
Gegebenheit über alle gesellschaftlichen Erschütterungen hinweg.

Knüpft in der Ausstellung eine "Gruppe
von Mädchen" (1926) durchaus an die Vorkriegszeit an, so überwiegen die vor allem auf den vielen Reisen
jener Zeit - durch Deutschland, in die Alpenländer oder nach Südfrankreich - entstandenen Aquarelle und
Zeichnungen. Das Aquarell trat seit den 20er Jahren in Heckels Schaffen weit vor die Grafik, die bei ihm wie
auch bei den anderen "Brücke"-Künstlern lange eine programmatische Rolle gespielt hatte.

Die Heckel-Präsentation beherbergt auch einige wenige Blätter aus den 1930er/40er Jahren - einer Zeit, die
für den Künstler von großer Tragik war: Begleitet von Berufsverbot, musste er wie viele Kollegen die
Beschlagnahme von 729, seiner unter dem Verdikt "entartet" stehenden Arbeiten aus deutschen Museen
erleben. Aber nicht nur dies: Weiteres fiel in Berlin (1944) und Thüringen (1943) den Kriegshandlungen zum
Opfer. Linderung bot 1944 der Umzug nach Hemmenhofen, in jene "Enklave der inneren Emigration" am
Bodensee, in der auch Dix und Ackermann lebten.
Gleichwohl blieb das (nicht öffentliche) künstlerische
Arbeiten für Heckel wohl das stabilisierende Element (abgesehen vom Beistand seiner Frau Sidi).

Betrachtet man die aus dieser Zeit überlieferten, bei Döbele gezeigten Aquarelle, die in österreichischer
Gebirgslandschaft entstanden, so spürt man nichts von all den Erschütterungen. Sie strahlen eine ewig
wirkende Harmonie und Friedlichkeit aus - erscheinen wie ein "Gegengift" gegen all das Leid der Nazi- und
Kriegsjahre.

Ein wenig rauer - aber dies entspricht ja dem Charakter der Gegend - wirkt nur das "Haus im
Erzgebirge". 1941 war Heckel offensichtlich in den Landstrich seiner Jugend zurückgekehrt, war er doch in
Olbernhau aufgewachsen, bevor er über Freiberg und Chemnitz schließlich nach Dresden kam.

Die Zeit nach 1945, als Anerkennung - der Künstler erhielt in Karlsruhe eine Professur (1949 - 1955) -
sowie Ehrungen und Ausstellungen in größerer Zahl auf ihn zukamen, war gewiss eine große Befreiung für
ihn. Gleichwohl sind seine Arbeiten von erstaunlicher Kontinuität. Die Lieblichkeit der Bodenseelandschaft
auf der einen und schroffe Gebirgshänge auf der anderen Seite sind Pole, die sein künstlerisches Schaffen
weiterhin prägen. Dafür gibt es in der Ausstellung zahlreiche schöne Aquarell-Beispiele, besonders mit
Landschaftseindrücken aus dem Engadin: Gletscher und Wasserfälle, eingebettet in grauen Fels, findet man
ebenso wie einen von hohen Felsen eingerahmten Bergsee, wo auf saftig grüne Wiesen die Sonne fällt. Die
zeitlich späteste Arbeit schließlich lässt den Betrachter einen Eindruck von der schon südlich wirkenden
Bodenseelandschaft gewinnen ("Bäume am Ufer", 1967).

Auffällig reichlich vertreten sind in diesem Ausstellungsteil auch die Stillleben - schnell erfasste Eindrücke
einer Blume oder Frucht. Das erste hatte der Künstler bereits 1907 geschaffen, so dass man wohl sagen
kann, dass Stillleben sein Werk mal stärker, mal schwächer mit prägen.



Die Schau, zu der auch eine Reihe Bildnisse und ein Selbstbildnis von 1956 gehören, öffnet mit ihrer
zeitlichen Dimension zwischen 1910 und 1967 eine Art Panoramablick auf das Werk Heckels und damit
auch eine vertiefende Perspektive auf sein umfangreiches Schaffen nach der "Brücke". Sie lässt dessen
selbständigen Wert und eigenen Reiz erleben.



Dr. sc. phil. Ingrid Koch - Kulturjournalistin Dresden

Albert Wigand - Werke aus 7 Jahrzehnten

06.09. bis 31.10.08


Die bislang letzte Ausstellung mit Werken Albert Wigands in Dresden fand 1990 im Kupferstich-Kabinett statt, dessen damaliger Direktor Werner Schmidt ihn als einen großen Künstler feierte.



Auf dem Kunstmarkt sind heute kaum noch Arbeiten dieses jetzt begehrten modernen Klassikers anzutreffen. Uns ist es gelungen, eine bedeutende Kollektion zusammenzutragen: Werke aus sieben Jahrzehnten, flankiert von der wissenschaftlich präzise aufgearbeiteten Wigand-Ausstellung im Dresdner Leonardi-Museum, die eine Woche später eröffnet wird.



Bereits 1982 konnte unsere Galerie, damals noch im südwestdeutschen Ravensburg, Sammlern außerhalb der DDR Albert Wigand vermitteln, wie seit 1979 Ernst Hassebrauk und Helmut Schmidt-Kirstein, Wigands enge Freunde.



Der gebürtige Hesse Albert Wigand war, gleich Josef Hegenbarth aus Böhmen, einer der wenigen Dresdner Künstler dieser Generation, die nicht in Dresden geboren sind. Aus seiner Düsseldorfer Studienzeit hat der Spross einer Honoratiorenfamilie ab 1925 etwas von der rheinischen Malkultur nach Dresden mitgebracht, wo er nun auch seinen gewichtigen Beitrag zur spezifisch dresdnerischen Malkultur leisten sollte, die sich sogar in seiner malerisch weichen Zeichenkunst äußert.



Schon im Jahr 1921 hatte ihn die berühmte Dresdner Galerie Arnhold in ihre Ausstellung Handzeichnungen deutscher Meister einbezogen; überhaupt standen ihm viele Türen offen, aber der Künstler, der ausdrücklich die kleinen Dinge und
verlassenen Straßen liebte, floh den Ruhm, der ihn erst im Alter zu interessieren begann.



Er verklärte - in Dresden und Dresdens Umgebung, wie in Sedan oder Böhmen - das Einfache, die Armut als einen Glanz aus Innen, wie Rilke das nannte. Und er schuf, durch und durch frankophil gestimmt, mit der Delikatesse seiner Kunst, insbesondere seinen poetischen Collagen, eine Gegenwelt zur real existierenden DDR.

Sein Einfluss auf viele jüngeren Dresdner Künstler war nachhaltig, und er wurde, wie sein Generationsgefährte Hermann Glöckner, zuletzt auch als ein Patriarch der
Moderne verehrt.

Otto Hofmann -Atavistische Zeichen-

28.06. bis 23.08.08


Sein Weg vom Studierenden am Bauhaus Dessau (1928-31) zur sesshaften Künstlerpersönlichkeit in Pompeiana an der ligurischen Riviera (1976-96) war schicksalhaft in die deutsche Vorkriegspolitik, die Kriegsjahre, die DDR bis 1950 und danach in die europäische Einigung eingebunden.



Bereits nach seinem Bauhausstudium postuliert er seinen Anspruch einer Weiterentwicklung seines Bilderkosmos, die erst mit seiner Übersiedlung 1976 nach Pompeiana ihren
Höhepunkt und Abschluss findet.



Wahrscheinlich war es diese Sensibilität für das Licht und die Landschaft, die ihn nach seinen europäischen Wanderjahren dazu bewogen haben, einen Ort wie Pompeiana zum endgültigen Wohnort zu wählen.



Unsere Ausstellung zeigt 28 Bilder aus Pompeiana und 7 Bilder aus der Berliner Zeit; ab 1966 lehrt Otto Hofmann 11 Jahre an der HfBK (heute UdK) in Berlin.



Zur Ausstellung bieten wir den monographisch und retrospektiv angelegten großen Buchkatalog -Otto Hofmann. Die Poetik des Bauhauses zwischen konkreter und lyrischer
Kunst- an. Mit Textbeiträgen in deutscher und italienischer Sprache von Giovanni Battista Martini, Lutz Schöbe, Eric Stephan, Fulvio Cervini, Markus Krause und Matteo Fochessati. Herausgegeben von Giovanni Battista Martini im Verlag äElecta", Mailand 2007 zur Ausstellung der
Städtischen Museen Jena zum 100. Geburtstag des Künstlers 2007.

Igor Oleinikov -Sturm-

19.04. bis 21.06.08


Die Bilder von Igor Oleinikov - leitmotivisch um das Phänomen eines vielfältig interpretierbaren Sturmes gefügt - markieren in eindrücklicher Weise ein weiteres Stadium seines bemerkenswerten künstlerischen Weges.



Nach den äußeren Landschaften dominieren in den aktuellen Bildern nun die inneren Seelentopographien, virtuos inszeniert in spannungsvollen Lichtdramaturgien.



Begleitend zur Ausstellung erschien im Sandstein Verlag Dresden ein Buchkatalog:

'Igor Oleinikov - Sturm' mit 20 Farbtafeln und Texten von Karin Thomas und Tilman Stalleicken und einem Vorwort von Hedwig und Johann Döbele.

ISBN 978-3-940319-35-7 (15 Euro ab Galerie)

Glöckner - Göschel - Müller - Schön

26.01. bis 08.03.08


Eine Ausstellung mit Kunstwerken von Künstlern, die durch, über und mit unterschiedlichen Materialien ihre Formsprache, ihre Ästhetik suchen und entwickeln.

Die Kunstwerke der ausgewählten vier Dresdner Künstler Hermann Glöckner, Eberhard Göschel, Wilhelm Müller und Jürgen Schön stehen exemplarisch für das Ausstellungskonzept.



Werke der vier Künstler finden Sie auf dieser Webseite unter -Kunsthandel-